Unsere Amateure - echte Profis?

Wie es Fußball-Deutschland wirklich geht

Deutschland ist Fußballland. Aber irgendetwas scheint nicht mehr zu stimmen. Die Zahl der Jugendmannschaften nimmt in der Bundesrepublik drastisch ab. Laut einer Statistik des Deutschen Fußballbundes (DFB) stellten in den vergangenen sechs Jahren über 13.000 Jugendmannschaften den Spielbetrieb ein.

Besonders viele Amateurclubs stecken in finanziellen Schwierigkeiten – verantwortlich dafür machen sie auch den DFB, der mit einem jährlichen Umsatz von über 90 Millionen Euro zu den größten Sportverbänden der Welt zählt.

Während der Profifußball Jahr für Jahr neue Rekordzahlen schreibt, und der DFB im Glanz der Nationalmannschaft erstrahlt, kämpfen viele Amateurvereine ums Überleben. Ein Hauptproblem: Den Clubs fehle es an Nachwuchs. Die Gründe dafür liegen nicht nur an der demographischen Entwicklung, sagen die Vereine: Der Zustand vieler Plätze, Umkleiden und Duschen sei oftmals desaströs. Finanzielle Hilfen vom DFB gebe jedoch es so gut wie keine. Die Zuschauer blieben auch aus, weil der Profi-Fußball inzwischen alle Wochentage belegt. Früher war beispielsweise der Sonntag als Spieltag für die Amateure reserviert. „Viele Fans schauen sich die Bundesligaspiele im Fernsehen an, statt noch selbst an Sonntagen auf den Platz zu gehen, um sich ein Spiel in den unteren Ligen live anzusehen“, klagen Vereinssprecher.

Im Stich gelassen?

Sie fühlen sich vom DFB im Stich gelassen. Vor allem aber treibt viele die Frage um: Wo bleiben die Millionen, die der DFB durch TV-Rechte und Werbung einnimmt? Sie fragen sich: „Hat der DFB bei all dem Hype rund um Bundesliga und Nationalmannschaft seine aktiven Mitglieder, also seine Basis vergessen?“

ZDFzoom-Reporter Frank Diederichs schaut, wie es um Fußball-Deutschland bestellt ist, abseits der großen Arenen und der Superstars. Seine Recherche führt ihn nach unten, zu den kleinen Amateurvereinen im Fußballland Deutschland.

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