Die Ex bin ich

"Die Ex bin ich": Anne (Maria Kwiatkowsky), Sandra (Friederike Kempter) und Brit (Heike Warmuth) sitzen auf einem Dach und sehen angeschlagen aus. Im Hintergrund ist die Skyline von Berlin zu sehen.

Filme | Das kleine Fernsehspiel - Die Ex bin ich

Berlin kurz nach der Wende. Nachdem Hausbesetzer Bert sich das Leben genommen hat, konkurrieren drei Ex-Freundinnen darum, wer die Wichtigste in seinem Leben war.

Datum:
Sendungsinformationen:
Im TV: ZDF, 15.11.2016, 00:40 - 02:10
Verfügbarkeit:
Video leider nicht mehr verfügbar
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2008
Altersbeschränkung:
Freigegeben ab 6 Jahren

Berts Ex-Freundin Anne und Basti, der beste Freund, sind tief bestürzt, während die anderen Hausbesetzer recht schnell wieder in ihren Alltag zurückfinden. Sie sind mit der Haussanierung beschäftigt, die ihnen das Wohnrecht bringen soll.

Basti kontaktiert Brit, Berts Jugendliebe, die in der westdeutschen Provinz eine Kneipe besitzt. Sie quartiert sich wie selbstverständlich in Berts Zimmer ein, um die Gründe für dessen Freitod herauszufinden. Plötzlich taucht auch Sandra auf, Berts letzte langjährige Freundin. Die Jura-Studentin ist von Berts Eltern geschickt worden, um sich um den Nachlass zu kümmern.

Beim Durchsuchen seiner Sachen lassen die drei Ex-Freundinnen ihre jeweilige Beziehung zum Verstorbenen wieder aufleben. Die drei Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein: Die burschikose Brit glaubt, die Wichtigste im Leben des Verstorbenen gewesen zu sein, Sandra dagegen ist für Berts Eltern die Traum-Schwiegertochter und hat die Trennung noch nicht verarbeitet. Anne wiederum lebte Berts Traum von der besonderen Freiheit, bis sie beschloss, sich an der Kunsthochschule zu bewerben.

Während die Frauen sich vorsichtig einander annähern und Berts Begräbnis planen, schildert Bert - visualisiert durch Trickfilmsequenzen - wie er sein Leben und die Beziehungen zu seinen Ex-Freundinnen empfand. Im spanischen Fernsehen verfolgte er den Mauerfall und beschloss, Deutschland eine Chance zu geben. In den leer stehenden Häusern Ostberlins genoss er Freiheit und Selbstbestimmung. Seine ganze Energie setzte er in die Hausbesetzung und wurde zur "Gefahr für alle Spießbürger und das kapitalistische System".

Mit der offiziellen Wiedervereinigung änderte sich alles: Bei der Räumung der Mainzer Straße verhaftet, wird er auf Bewährung verurteilt. Als er einen Job als Kurierfahrer annimmt, zieht er den Zorn der Mitbesetzer auf sich. Er wiederum findet: "Sanierung macht unpolitisch." Bert sucht einen neuen Sinn in seinem Leben, den er aber weder in der Szene noch in der Liebe finden kann. Nach Berts Beerdigung unternehmen die Ex-Freundinnen ihren ganz eigenen Leichenschmaus, bevor sich ihre Wege für immer trennen.

Katrin Rothe wurde 1970 in Gera geboren, ist Regisseurin und Trickfilmerin. Sie studierte Visuelle Kommunikation und Experimentelle Filmgestaltung an der Hochschule der Künste Berlin. Ihr Fernsehdebüt "Dunkler Lippenstift macht seriöser", ein 60-minütiger Dokumentarfilm mit Animationen, entstand in Zusammenarbeit mit der Redaktion Das kleine Fernsehspiel und lief erfolgreich auf zahlreichen Festivals. Ihre Dokureihe "Stellmichein!", die mit dem Formatlabor des Kleinen Fernsehspiels Quantum entstand, wurde 2007 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet.

2010 drehte sie das Road-Movie "Polen für Anfänger" mit Kurt Krömer und Steffen Möller für 3sat. Ihr 2013 produzierter Dokumentarfilm "Betongold - wie die Finanzkrise in mein Wohnzimmer kam " erhielt im gleichen Jahr den 3sat-Dokumentarfilmpreis und 2014 den Grimme-Preis.

Darsteller

  • Anne - Maria Kwiatkowsky
  • Sandra - Friederike Kempter
  • Brit - Heike Warmuth
  • Basti - Michael Krabbe
  • Mario - Christian Blümel
  • Ralf - Tino Mewes
  • und andere -

Stab

  • Regie - Katrin Rothe
  • Kamera - Lars Barthel, Mario Köhler
  • Autor - Katrin Rothe
  • Musik - F.S. Blumm

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