Die Heimat liegt dort, wo die Liebe ist

Regisseur Stanislav Güntner über seinen Film

In "Nemez" kämpft ein junger Russlanddeutscher, hin- und hergerissen zwischen einer neuen Liebe und seiner kriminellen Vergangenheit, in Berlin um einen Neuanfang.

Stanislav Güntner: "„Nemez“ ist das russische Wort für „Deutscher“ und ist der Spitzname des jungen Russlanddeutschen Dima Ritter. Er wurde dem Helden vom Kunstdieb Georgij höhnisch einverleibt. In seiner jugendlichen Naivität fällt Dima auf den Ganoven Georgij herein. Es ist sein erster Schritt heraus aus der Einsamkeit des Außenseiters, seine Form von Widerstand gegen die zerbrochenen Träume seiner Eltern, die unerfüllten Sehnsüchte russlanddeutscher Einwanderer nach gesellschaftlicher Akzeptanz. Neben drei Millionen Russlanddeutschen leben in unserem Land noch zahlreiche Migranten, die da sind und doch nicht richtig dazu gehören.

Das Fremdsein ist eine große Gemeinsamkeit aller Einwanderer. Dima hat dieses Gefühl verinnerlicht, will es aber endlich loswerden. Der Weg dahin aber ist beschwerlich. Eine Coming of Age-Geschichte in der Atmosphäre eines Film Noir wird erzählt. An der Schwelle zum Erwachsenwerden durchleben die Figuren ihnen bis dahin unbekannte, starke Gefühle von Trennung und Liebe, von Verrat, Gewalt und sogar Mord. Freude löst Schmerz ab. Entscheidungen werden eingefordert, die dem jungen Leben eine neue Richtung geben sollen. „Nemez“ erzählt von den Schwierigkeiten eines Einwanderers, von der Suche nach einem Platz in der fremden Gesellschaft und davon, dass die Heimat dort liegt, wo die Liebe ist."

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