Alexander Scheer

Autodidakt und Multitalent

Ein Gesicht und eine Stimme, die sich einprägen. Als Leander Haußmann ihm die Hauptrolle in "Sonnenallee" anvertraut hatte, wurde er über Nacht zum Star. Alexander Scheer ist ein Multitalent, das sich für seinen Beruf verausgabt: Er ist Musiker, Sänger und Schauspieler. Obwohl er keine schauspielerische Ausbildung hat, ist seine Präsenz vor der Kamera wie auf der Bühne enorm. Er spielt das überdrehte Verkaufsgenie im Unterhaltungsfilm genauso überzeugend wie den geschlagenen König in einer griechischen Tragödie.

Alexander Scheer
Alexander Scheer Quelle: ,ZDF

Alexander Scheer wurde 1976 in Ost-Berlin geboren. Erste Theatererfahrung machte der Autodidakt am Berliner Off-Theater TiK. Nach einem Casting erhielt er die Rolle des Protagonisten Micha in Leander Haußmanns Kinofilm "Sonnenallee" (1999). Nach den Dreharbeiten ging er ans Schauspielhaus Bochum, dessen Intendant Haußmann bis zum Jahre 2000 war. Alexander Scheer spielte auf Theaterbühnen in Bochum, Hamburg, Zürich und Berlin. Seit 2002 ist er Ensemblemitglied an der Berliner Volksbühne.

Hauptrollen und Theaterpreis

Dem Fernsehpublikum ist er während drei Staffeln der Vorabendreihe "Berlin, Berlin" als freakiger Comicladen-Betreiber Lenny bekannt geworden. 2004 verkörperte Alexander Scheer in der Fernsehserie "SK Kölsch - Schmock" die Figur des Beck. Im Kino war er unter anderem in "Victor Vogel - Commercial Man" (2001) an der Seite von Götz George und in "Das wilde Leben" (2007) in der Rolle von Keith Richards zu sehen. Im TV-Movie "Brennendes Herz" (2006) übernahm er eine Hauptrolle, in "Meine fremde Tochter" (2008) spielte er erneut mit Götz George zusammen.

2008 erhielt er den Ulrich-Wildgruber-Theaterpreis, unter anderem für seine Darstellung des "Othello" am Hamburger Schauspielhaus.

Herausforderungen

2009 wirkte Alexander Scheer in den ZDF-Produktionen "Stralsund - Mörderische Verfolgung" und "Kommissar Süden und der Luftgitarrist" mit. In der Rolle des Johannes Weinrich brillierte er ein Jahr darauf in dem Dreiteiler "Carlos - Der Schakal", in dem das Leben und Wirken des berüchtigten Terroristen Ilich Ramírez Sánchez porträtiert wurde. Weinrich fungierte als rechte Hand des Extremisten.

Diese Rolle zu verkörpern, stellte eine große Herausforderung für den jungen Schauspieler dar, wie Scheer in einem Interview bekannte. Im selben Jahr war er auch in den Kinofilmen "Im Alter von Ellen" und "Elf Onkel" zu sehen.


Auszeichnungen:



-  2006 Nominierung Deutscher Theaterpreis DER FAUST: Beste darstellerische Leistung
- 2008 Ulrich Wildgruber Theaterpreis
- 2009 Theater Heute Preis: Schauspieler des Jahres für seine Rolle in "Kean"



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