Auftrag: Drehbuch

Statement des Drehbuchautors Sönke Lars Neuwöhner

Eine einfache Polizistin, Besoldungsgruppe A9, 2200 Euro Monatsgehalt netto, hat den Job, einen schwerreichen Upper-Class-Yuppie vor Mordgesellen zu beschützen. Ein reizvoller Kontrast, der am Anfang steht. Doch dieser Kontrast alleine würde die Geschichte nicht zum Laufen bringen.

Kripo-Chef Gustaf Breker (Markus Boysen, l.), seine Kollegin Frau Venske (Ann-Cathrin Sudhoff, 2.v.l.), Polizistin Nadja Mohn (Silke Bodenbender, 2.v.r.) und deren Kollgen Gerry Weyrauch (Christoph Grunert, r.) Quelle: ZDF

Der Motor der Geschichte ist für mich nicht die Gegensätzlichkeit der beiden Hauptfiguren. Hier der arrogante Millionär, dort die geerdete "kleine" Beamtin, die zur Not ihr Leben riskieren würde, um die Haut des Millionärs zu retten. Der Motor der Geschichte ist die Gemeinsamkeit der beiden Helden. Sie tun beide das, was sie tun, weil sie daran glauben, dass es das Richtige ist. Sie sind keine Spieler. Sie haben beide dieselbe Moral.

Rings umher ein undurchsichtiges Spiel

Es dauert, bis sie erkennen, dass der Andere von gleicher Art ist. Aber sie erkennen das nur, weil rings umher ausnahmslos alle anderen ihr undurchsichtiges Spiel zu spielen scheinen. Ein gefährliches, tödliches Spiel.


"Auftrag Schutzengel" soll guten Gewissens Genre sein, Spannung, Aktion, Körperlichkeit. Dass darüber hinaus auch die Frage nach der Moral gestellt wird, auf die man vielleicht noch bauen kann, wenn rings umher die Wände wackeln, muss ja nicht weiter auffallen.

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