"Beeindruckende Weite und Größe"

Interview mit Bernhard Schir

Kai Schumann spielt den Berliner Hautarzt Felix, der seine Lebensgefährtin Lena nach Südafrika begleitet. Dort begegnen die beiden Lenas Jugendfreund Daniel, der von ihr den Umgang mit Löwen gelernt hat. Diese Nähe zu den Königen der Raubkatzen beobachtet Felix mit einer Mischung aus Abneigung und Bewunderung. Daniel wird für ihn bald zu einem ernsthaften Rivalen.

Felix (Bernhard Schir)
Felix (Bernhard Schir) Quelle: ZDF


ZDF: Felix empfindet die enge Beziehung zwischen seinem Rivalen Daniel und den Löwen als abartig und Ausdruck einer Todessehnsucht. Wie bewerten Sie selbst ein so intimes Verhältnis zwischen Mensch und Tier?



Bernhard Schir: Beide Ausdrücke, sowohl abartig als auch Todessehnsucht, kommen Felix ja mit großer Ironie über die Lippen. Er ist sehr wohl beeindruckt von Daniels Mut, den es braucht, sich auf solche Weise einem Löwen zu nähern. Ich selbst sehe einen Löwen lieber in der Wildnis und ungezähmt, sich frei bewegend, jagend. Obwohl mir das Erlebnis, im Gehege der einjährigen Löwen gewesen zu sein, unvergessen bleibt.


ZDF: Lena hat als kleines Kind die Gabe, mit Löwen zu kommunizieren. Eine reizvolle Vorstellung für Sie?


Schir: Die Vorstellung, mit Tieren "sprechen" zu können, ist natürlich reizvoll, bleibt aber wohl ein Privileg des Franz von Assisi (lacht).
ZDF: "Die Löwin" war nicht Ihr erster Dreh in Afrika. Was ist für Sie das Faszinierende an diesem Kontinent?



Schir: Den "ganzen Kontinent" kenne ich ja noch lange nicht. Dreharbeiten ermöglichten mir mehrmals für lange Zeit in Südafrika und Namibia zu sein, ein vergleichsweise kleiner Teil von Afrika. Neben der Schönheit dieser Länder, ihrer jeden Europäer beeindruckenden Weite und Größe, wartet das südliche Afrika mit Lichtstimmungen auf, die es so wohl nur dort zu sehen gibt. Eine optische Bereicherung für jeden Film!


ZDF: Die Dreharbeiten fanden in der Nähe von Johannesburg statt. Welche besonderen Herausforderungen, vielleicht auch Strapazen, waren für Sie mit dem Dreh verbunden?



Schir: Dreharbeiten bedeuten immer: für lange Zeit von Zuhause weg zu sein. Egal, ob das in Deutschland oder eben in Südafrika ist. In diesem Beruf muss man das mögen und aushalten können. Paula Wessely hat mir einst geraten: "Wenn du Schauspieler werden willst, lerne als erstes, aus dem Koffer zu Koffer zu leben!" Diesen Rat habe ich befolgt.

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