Bernadette Heerwagen

Jung und bereits hoch geehrt

Als 17-Jährige wurde Bernadette Heerwagen von Regisseur Miguel Alexandre entdeckt. Er besetzte sie für die Hauptrolle seines Abschlussfilms "Nana". Die talentierte Nachwuchsschauspielerin begeisterte sowohl die Kritiker als auch das Publikum durch ihr authentisches und eindringliches Spiel. Eine Schauspielschule hat Bernadette Heerwagen nie besucht, trotzdem wurde die junge Schauspielerin bereits mit etlichen Preisen ausgezeichnet.

Bernadette Heerwagen
Bernadette Heerwagen Quelle: ZDF

Bernadette Heerwagen wurde 1977 in Bonn geboren. Sie erhielt Sprecherziehung bei Klaus Klawitter und nahm Gesangsunterricht bei Elaine Baker und Vicky Breskott in München. Ihre Film- und Fernsehkarriere begann 1995 mit der Hauptrolle im Fernsehfilm "Nana" von Miguel Alexandre, in dem sie Kritiker und Publikum gleichermaßen beeindruckte.

Preisgekrönte Schauspielkunst

2000 erhielt sie den Bayerischen Fernsehpreis (Sonderpreis) für die Verkörperung der Leni Reindorfer in der Ludwig-Anzengruber-Verfilmung "Der Schandfleck" (zusammen mit Partner Hans-Michael Rehberg und Regisseur Julian Roman Pölsler). Es folgten zahlreiche Engagements wie unter anderem verschiedene "Tatort"-Folgen, "Edel & Starck", "Die Hochzeit meines Vaters" (ZDF, 2006), "Mit Herz & Handschellen" und Margarethe von Trottas "Ich bin die Andere" (2006).

Ihr Entdecker Miguel Alexandre gewann Bernadette Heerwagen für weitere Projekte. 2001 besetzte er die Rolle der Tina in "Schutzengel gesucht" mit ihr. Die Verbindung zu dem Regisseur zahlte sich für die Schauspielerin aus: Für ihre Rolle in Alexandres Drama "Grüße aus Kaschmir" (2004) wurde sie 2005 mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. 2007 erlebte man sie gleich in zwei preisgekrönten Filmen: in Jobst Oetzmanns tragischer Verfilmung "Der Novembermann" an der Seite von Götz George und Burghart Klaußner sowie in Urs Eggers Wende-Drama "An die Grenze" (ZDF), für das sie 2008 erneut mit dem Grimme-Preis geehrt wurde. In diesem Jahr kreuzten sich die Wege von Heerwagen und Miguel Alexandre ein weiteres Mal. In dessen ZDF-Fernsehproduktion "Der Tod meiner Schwester" erhielt Heerwagen erneut eine Hauptrolle.

Jüngste Produktionen

2009 stand sie für das ZDF gleich für drei Krimis vor der Kamera: "Stralsund", "Durch diese Nacht"und "Hinter blinden Fenstern". Daneben war sie in dem Fernsehfilm "Crashpoint - 90 Minuten bis zum Absturz" zu sehen. Im folgenden Jahr übernahm die Schauspielerin in der TV-Produktion "Mit Herz und Handschellen - Todfeinde" eine tragende Rolle. Außerdem spielte sie in Lars Kraumes Kinofilm "Die kommenden Tage" an der Seite von Daniel Brühl und Johanna Wokalek die Hauptrolle, wofür sie für den Deutschen Filmpreis nominiert wurde. 2011 war sie im TV-Film "Bauernopfer" in der Rolle der jungen Wissenschaftlerin Silvie Kraus zu sehen. Demnächst wird sie die Hauptrolle in der Familienkomödie "Frau Dobisch tickt nicht mehr richtig" übernehmen.


Auszeichnungen:



-  2000 Bayerischer Fernsehpreis für ihre Darstellung in "Der Schandfleck", Österreichischer Publikumspreis "Romy" für ihre Darstellung in "Der Schandfleck"
- 2005 Adolf-Grimme-Preis für ihre Darstellung in "Grüße aus Kaschmir"
- 2008 Adolf-Grimme-Preis für ihre Darstellung in "An die Grenze"
- 2011 Nominierung Deutscher Filmpreis 2011 als Beste Hauptdarstellerin in "Die kommenden Tage"



Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet