Brigitte Hobmeier

Zwischen Zerbrechlichkeit und Stärke

Bekannt geworden durch ihre schauspielerische Leistung am Theater, wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Die Schauspielerin mit den langen roten Haaren und dem blassen Teint bleibt trotz Kino-und Fernseherfolgen dem Theater treu. Für ihre Rolle in "Identity Kills" wurde sie mehrfach als beste Schauspielerin ausgezeichnet. Im Fernsehfilm der Woche "Die Hebamme - Aus Leben und Tod" verkörpert sie in der Hauptrolle die Hebamme Rosa.

Vermehrt im Kino und TV präsent

Die 1976 geborene Schauspielerin Brigitte Hobmeier absolvierte ihre Ausbildung von 1996 bis 1999 an der Folkwangschule Essen und im J. Costopoulos' Actors Studio. Nach ersten Gastengagements am Landestheater Neuss und am Schauspielhaus Düsseldorf gehörte sie von 1999 bis 2001 zum Ensemble von Peter Steins "Faust"-Projekt. Von 2002 bis 2005 spielte sie unter Christian Stückl am Münchner Volkstheater. 2004 erhielt sie den Bayerischen Kunstförderpreis.


Seit 2005 ist Brigitte Hobmeier Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele. Für ihre Interpretation der Glückssucherin Elisabeth in Ödön von Horváths "Glaube Liebe Hoffnung" wurde sie 2007 mit dem "Faust"-Theaterpreis in der Sparte Beste Darstellerische Leistung im Schauspiel ausgezeichnet. Zurzeit ist sie als Kaiserin Elisabeth in Ivo van Hoves Bühnenfassung von Viscontis "Ludwig II." zu sehen, die am 3. März 2011 Premiere feierte.

Seit dem Jahr 2000 ist Brigitte Hobmeier auch vermehrt in Fernseh- und Kinoproduktionen präsent. Ihr Debüt gab sie als Nora in Tomasz Thomsons Drama "Stiller Sturm" (2001), es folgten jeweils Hauptrollen in den Kinofilmen "Identity Kills" (2003) unter der Regie von Sören Voigt und "Wir" (2003) von Martin Güpkens. Neben mehreren Auszeichnungen für ihre Darstellung in "Identity Kills", erhielt sie 2004 den Mario-Adorf-Schauspiel-Förderpreis. Für das Kino drehte sie 2008 "Weiße Lilien" und "Räuber Kneißl" , sowie 2009 "Die Perlmutterfarbe". Das ZDF-Publikum sah sie zuletzt in dem Krimi "Tod einer Freundin" (2006).

Idealbesetzung für "Die Hebamme"


Für ihre Rolle als Hebamme Rosa Koelbl war Brigitte Hobmeier die Idealbesetzung. "Es gibt nur wenige Schauspielerinnen", so Drehbuchautor Peter Probst, "denen man das Historische so abnimmt. Bei ihrem Gesicht hat man den Eindruck, sie könnte tatsächlich aus der Zeit stammen. Und sie hat diese Mischung aus Zerbrechlichkeit und Stärke, wie man sie selten findet. Sie war für mich eindeutig die Idealbesetzung. Die Geschichte hat durch sie ganz neues Leben bekommen."

Regisseurin Dagmar Hirtz teilt diese Einschätzung: "Einerseits hat sie eine besondere Sensibilität, andererseits auch eine Bodenständigkeit, unglaubliche Kraft und Durchsetzungsfähigkeit. Und sie ist eine hervorragende Schauspielerin, die mir nie das Gefühl vermittelt, dass sie 'spielt', sondern sie ist bei sich und zutiefst authentisch."


Auszeichnungen:



-  2003 Beste Schauspielerin Münchner Merkur
Theaterpreis 2003
Max-Ophüls-Förderpreis
- 2004 Bayerischer Kunstförderpreis für Darstellende Kunst
- 2004 Beste Schauspielerin International Independent Film Festival Rumänien für "Identity Kills"
- 2004 Der gläserne Drache - Mario-Adorf-Schauspiel-Förderpreis
- 2004 Beste Schauspielerin International Contemporary Filmfestival Mexico City für "Identity Kills"
- 2004 Musenkuss der Süddeutschen Zeitung für ihre Rolle der Viola in "Was Ihr wollt"
- 2004 Kulturstern 2003 der Abendzeitung
- 2007 Theater Preis "Faust" für ihre Rolle in "Glaube, Liebe, Hoffnung" an den Münchner Kammerspielen



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