Corinna Harfouch

Ambitionierte Charakterdarstellerin

Sie ist eine herbe Schönheit, deren Gesicht mit dem prüfenden Blick sich schnell einprägt. In der DDR als bedeutende Bühnen- und Kinodarstellerin bekannt, wurde sie nach der Wende schnell zum Star des deutschen Kinos. Ihren vom Schicksal gezeichneten Frauenfiguren gibt sie jenen unverwechselbaren Schimmer von Hoffnung und Schwere, der sie so anziehend macht.

Prof. Dr. Heike Laurens
Prof. Dr. Heike Laurens Quelle: ZDF

Corinna Harfouch wurde 1954 in Suhl, Thüringen, geboren. Sie absolvierte von 1978 bis 1981 die Schauspielschule "Ernst Busch" in Berlin. Bis heute spielt sie Theater und führt auch Regie; unter anderem in Berlin, Wien und Stuttgart. Ihr Fernsehdebüt gab sie 1980 in einer Folge von "Polizeiruf 110". Nach weiteren kleineren Filmaufgaben übernahm Harfouch 1988 die Titelrolle in "Die Schauspielerin".

Garant für Titelfiguren

Damit hatte sie den Sprung geschafft und war in den 90er Jahren in zahlreichen Fernseh- und Kinoproduktionen in der Titelrolle zu sehen, so zum Beispiel in dem Thriller "Hüpf, Häschen, hüpf" (1991) und "Die Spur des Bernsteinzimmers" (1992). In der ZDF-Serie "Unser Lehrer Doktor Specht" spielte sie von 1991 bis 1993 die Figur der Frau Dr. Lilo von Barnim. 1994 wirkte sie in der Neuauflage der Literaturverfilmung "Charlie & Louise - Das doppelte Lottchen" als Mutter der Zwillinge mit. In den folgenden Jahren schlossen sich ebenso Hauptrollen in namhaften Produktionen wie "Irren ist männlich" (1996), "Solo für Klarinette" (1998) und "Bis zum Horizont und weiter" (1999) an der Seite von Wolfgang Stumph an.

Für ihre einfühlsame Verkörperung der in den 1960ern wegen Mordes verurteilten Titelfigur des dokumentarischen Spielfilms "Vera Brühne" (2001) wurde sie für den Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. In Bernd Eichingers Kinofilm "Der Untergang" (2004) übernahm sie die Rolle der Magda Goebbels, die ihre eigenen Kinder vergiftete.

Enorme Vielseitigkeit

Im Jahr 2006 wirkte die Thüringerin gleich in zwei großen Kinoerfolgen mit: In Oskar Roehlers "Elementarteilchen" spielte sie eine Psychiaterin, in der Romanverfilmung "Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders" verkörperte sie Madame Arnulfi. In dem Drama "Im Winter ein Jahr" (2008) spielte sie an der Seite der jungen Karoline Herfurth. Auch in zahlreichen ZDF-Produktionen war Harfouch bereits zu sehen, darunter "An die Grenze" (2007), "Hand in Hand" (2009), "Ein Dorf sieht Mord" (2009) und "Tod einer Schülerin" (2010).

In diesem Jahr ist sie unter anderem in dem Drama "Auf der Suche" und in der Fernsehproduktion "Schmidt & Schwarz" zu sehen. Für ihre Vielseitigkeit als Theater-, Film- und Fernsehschauspielerin wurde Corinna Harfouch mit zahlreichen, auch internationalen, Preisen ausgezeichnet.


Auszeichnungen - eine Auswahl:





-  1988 Internationales Filmfestival Karlovy Vary als Beste Darstellerin für "Die Schauspielerin"
- 1990 Europäischer Filmpreis - Felix-Nominierung für "Treffen in Travers"
- 1997 Schauspielerin des Jahres, Adolf-Grimme-Preis für "Gefährliche Freundin"
- 2001 Deutscher Fernsehpreis für "Vera Brühne"
- 2003 Deutscher Filmpreis in Gold für die Beste Nebenrolle in "Bibi Blocksberg"
- 2007 Goldene Kamera als beste deutsche Schauspielerin
- 2010 Nominierung für den Deutschen Filmpreis für die Beste weibliche Hauptrolle in "This is Love"



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