"Da brodelt die Vergangenheit vor sich hin"

Reflexionen von Mark Waschke

Mark Condor war der erste Mark, den ich spielen durfte.
Was mich bei der Arbeit an Figuren überhaupt sehr interessiert,
springt einen bei Mark Condor geradezu an: Da brodelt die persönliche Vergangenheit auf unberechenbare Weise im Körper vor sich hin, und er rennt in die Ereignisse buchstäblich hinein, die ihm diese heiße, unverarbeitete Suppe um die Ohren fliegen lassen.

Mark (Mark Waschke, l.) und Sophia (Anja Kling, r.).
Mark (Mark Waschke, l.) und Sophia (Anja Kling, r.). Quelle: ZDF

Eine Liebe von früher und noch eine weitere von noch früher, verwoben in einem Mordfall: die eine als Opfer, die andere als Ermittlerin. Das Ganze in eben gerade der miefigen Kleinstadt, der er vor vielen Jahren voller Genugtuung den Rücken gekehrt hat. Das geht nicht spurlos an einem vorbei.

In sich geschlossene Welt

Der Dreh vor Ort war sehr eigen. Ich landete auf dem 'Planeten' Ludwigslust, den ich bisher nur im Zug sitzend an mir vorbei rauschen sah, und erlebte eine kleine, gediegene und in sich geschlossene Welt. Die Stadt verfügt über kein historisches Zentrum mit Marktplatz oder dergleichen, sondern wurde um das Schloss herum gruppiert - und das spürt man, die Mitte kommt einem dort leicht abhanden.

Es war ein sehr stimmiges Arbeiten mit Anja, Kai, Judith und den anderen. Es passte einfach, man musste sich nicht annähern, oder Dinge ausprobieren, um sie zu verwerfen. Die Dreharbeiten saßen, wie die Lederjacke von Mark Condor: dicht am Körper, dessen Bewegungen und Impulsen folgend, manchmal spannte es, saß sehr gut so, um dann beim einsetzenden Regen weich weiter zu gleiten, und den inneren Kern schützend zu ummanteln ...

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