"Der begehrteste und tollste Sendetermin"

Fragen an Anja Kling aus einem Radiointerview von Hermann Orgeldinger, all4radio

Anja Kling ist ebenso wie ihre Filmfigur Sophia Eichstätt in der DDR aufgewachsen. Sie hält den Fernsehfilm "Mord in Ludwigslust" auch persönlich für sehenswert - was sie nicht über jeden Film sagen kann, in dem sie mitgespielt hat. Darüber hinaus ist der Sendeplatz im ZDF am Montagabend für sie bereits ein Garant für gute Qualität.

Sophia (Anja Kling, l.) und ihre Tochter Laura (Luna Rösner, r.). (Luna Rösner, r.).
Sophia (Anja Kling, l.) und ihre Tochter Laura (Luna Rösner, r.). (Luna Rösner, r.). Quelle: ZDF


Frage: Was gab neben dem faszinierenden Drehbuch zusätzlich den Ausschlag für Sie, die Hauptrolle zu übernehmen?



Anja Also, der Montagabend um 20.15 Uhr beim ZDF ist einfach der begehrteste und tollste Sendetermin, den man so kriegen kann, weil da - Tatsache - der Sendeplatz für Qualität steht, für Anspruch, für gute Stoffe, gute Drehbücher, tolle Regisseure, gute Kollegen. Also wenn es heißt: "Wir wollen einen Film mit dir drehen für den ZDF-Montagabend", dann denkt man schon: Oh ja, das ist bestimmt was Tolles!


Frage: Nimmt man so eine packende Story abends nach dem Dreh eigentlich mit nach Hause?


Kling: Nein, man kann das abschütteln. Wenn man Kinder hat, geht das ganz schnell, weil die einem diesen Raum und diese Luft gar nicht lassen. Man kommt nach Hause, und es geht sofort um Schularbeiten und um Noten, die sie gekriegt haben und um kleine Kümmernisse aus der Schule. Da ist man dann tatsächlich sofort wieder da. Als ich keine Kinder hatte, hab ich länger gebraucht und mir einfach den Raum genommen, um so einen Film wieder loszuwerden oder so einen Drehtag, wenn er schwer war.


Frage: Sie halten "Mord in Ludwigslust" auch aus Ihrer persönlichen Warte heraus für sehenswert. Wie halten Sie das generell bei Ihren Filmen?



Kling: Wenn es denn irgendwie geht, schaue ich mir den Film sehr gerne vorher an. Auch deshalb, um zu entscheiden, ob ich meinem engsten Freundeskreis rate, einzuschalten an dem Tag. Oder ob ich sage, an dem und dem Tag geht lieber essen. Es wäre ja Quatsch, wenn man behaupten würde, dass man immer zu jedem Film gleichermaßen gut steht. Auch in meiner Karriere gibt es durchaus Filme, von denen ich heute sagen würde: Naja, das war jetzt nicht so ein Highlight. Aber es war halt zu der Zeit das, was ich machen konnte und machen wollte.

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