Die Tochter des Mörders

Die erfolgreiche Wirtschaftsprüferin Hanna erhält einen Anruf von dem Arzt ihres Heimatdorfes. Der Zustand ihres Vaters sei besorgniserregend. Er sei demenzkrank und nicht mehr in der Lage, seinen Alltag alleine zu bestreiten. Hanna hatte ihr Leben lang keinen Kontakt zu ihrem Vater, doch als einzig verbliebene Angehörige muss sie sich nun um ihn kümmern. Widerwillig kehrt sie für kurze Zeit in ihr Heimatdorf zurück. Der Arzt, ein Freund Hannas, schlägt eine Nachbarin als Pflegekraft vor.

Im Dorf wird Hanna teils mit Argwohn, teils mit unverhohlener Neugierde empfangen. Hanna gilt als "die Tochter des Mörders und der Schlampe". Ihr Vater verbrachte den größten Teil seines Lebens im Gefängnis. Er hatte Hannas Mutter aus Eifersucht erschlagen, als Hanna fünf Jahre alt war. Der Vater führte das ortsansässige Wirtshaus, die Mutter war eine überaus attraktive Frau und fand bei den Männern viel Beachtung. Nach der Tragödie wuchs Hanna bei Pflegeeltern auf. Doch sobald sie konnte, flüchtete sie in die Großstadt, um zu studieren. Jetzt regelt sie das Notwendigste und kehrt schnell in ihr eigenes Lebensumfeld zurück. Doch kurz darauf begeht ihr Vater Selbstmord und beteuert in einem Abschiedsbrief an Hanna seine Unschuld.

Seltsame Ungereimtheiten
Hanna überfallen in ihrem beruflichen Alltag markante Gedächtnislücken: Mitten in einer Verhandlung entfällt ihr der Name ihres Klienten, sie schickt versehentlich vertrauliche Daten an die Gegenpartei. Hanna wird von ihrem Arbeitgeber beurlaubt und lässt sich untersuchen. Körperlich ist sie gesund, die Ärzte vermuten psychische Ursachen, etwa eine Verdrängung traumatischer Erlebnisse.

Wieder kehrt Hanna in ihr Heimatdorf zurück. Sie organisiert die Beerdigung und regelt alle Angelegenheiten. Die Unschuldsbeteuerungen ihres Vaters lassen ihr keine Ruhe, und nach und nach bemerkt sie Ungereimtheiten. Kommissar Arnsberger aus der nahegelegenen Stadt nimmt den alten Fall schließlich wieder auf.

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