"Ein Ort, der die Phantasie beflügelt"

Fragen an die Hauptdarsteller

Jeder der Schauspieler hat seine eigene Beziehung zu dem Film. Im Interview erzählen Uwe Kockisch, Matthias Koeberlin, Jenny Schily, Johanna Klante und Christian Redl über den Spreewald, die Dreharbeiten und ihre Rollen. Besonders die geheimnisvolle Atmosphäre des Spreewalds hat alle beeindruckt - allen voran Christian Redl, für ihn ist es schon der dritte Spreewaldkrimi.


ZDF: Stichwort "Spreewald": Was bedeutet Ihnen diese Region und Landschaft? Wie und wann haben Sie den Spreewald kennen gelernt?


Uwe Kockisch: Ich wurde in Cottbus geboren, also ganz in der Nähe vom Spreewald. Als Kind war ich oft mit meiner Familie zu Ausflügen im Spreewald und diese einzigartige Landschaft hat mich immer sehr beeindruckt. Matthias Koeberlin: Ich hatte den Spreewald vorher noch nicht besucht, obwohl ich fast zwölf Jahre in Berlin gelebt habe. War fasziniert, wie schön es dort ist. Eine knappe Stunde Autofahrt reicht und man fühlt sich wie "Frodo" im "Auenland". Wunderschön! Werde sicher wiederkommen.


Jenny Schily: Ich war vorher noch nie im Spreewald, kannte ihn nur aus Erzählungen. Auf diesem Wege konnte ich ihn einmal ein bisschen kennen lernen und fahre bestimmt noch mal hin.


Johanna Klante: Eine ruhige verwunschene Landschaft. Schön, dass ich sie durch die Dreharbeiten kennen gelernt habe. Meine Kinder (zwei und vier Jahre alt) fanden es natürlich besonders toll, im Kanu vom Papa durch die Kanäle gepaddelt zu werden.


Christian Redl: Den Spreewald habe ich 2005 kennen gelernt, als das losging mit unseren Spreewaldkrimis. Ich hatte nur davon gehört und war vom ersten Moment an fasziniert von der geheimnisvollen Atmosphäre, die diese Region ausstrahlt. Der Wald und seine Flüsse sind ein idealer Schauplatz, um Geschichten zu erzählen. Ein Ort, der die Phantasie beflügelt. Sehr besonders und absolut einmalig in Deutschland: Es gibt da ein wunderbares Licht, das jeden Kameramann begeistert. ZDF: "Die Tränen der Fische" ist der dritte Spreewaldkrimi bei dem Sie mitgespielt haben. Was schätzen Sie an diesem Format?


Redl: Thorsten Krüger ist ja die einzige Figur, die durchgängig weiter erzählt wird. Für mich ist das eine Ehre und eine Verpflichtung zugleich. Ihn hat es als nicht Einheimischen in diese Gegend verschlagen, er ist ein Einzelgänger und er hat schon viel erlebt in seinem Leben. Was mich reizt an diesem Format, ist zu zeigen, wie sich so jemand in dieser ihm fremden Welt zurechtfindet.


ZDF: Was hat Sie gereizt, bei "Spreewaldkrimi - Die Tränen der Fische" mitzuspielen?


Schily: Die Kollegen, das Buch - und der Spreewald. Kockisch: Das Drehbuch von Thomas Kirchner und das Kennenlernen von Regisseur Thomas Roth.



Koeberlin: Ich mag die Spreewaldkrimis sehr, denn durch diese unglaubliche Landschaft atmen diese Filme eine ganz besondere Atmosphäre. Ich mag es sehr, wenn die Umgebung eine Geschichte prägt und das ist hier der Fall.


Klante: Mir hat das Buch gefallen. Nicht der typische Ermittlerkrimi. Es lässt den Figuren Raum für ihre Eigenarten und Geschichten.


ZDF: Was halten Sie persönlich von der Figur, die Sie gespielt haben?


Redl (spielt Kommissar Thorsten Krüger): Kommissar Krüger ist mir inzwischen sehr vertraut. In erster Linie versucht er die Menschen, mit denen er zu tun bekommt, objektiv zu beurteilen. Das Verurteilen überlässt er einer anderen Instanz. Mit Empathie und einer fundierten Kenntnis der menschlichen Seele schaut er hinter die Fassade seines Gegenübers.


Kockisch (spielt Harry Ritter): Es ist die Geschichte eines Mannes, der nach 15 Jahren Gefängnis versucht, seine Vergangenheit zu bewältigen und ein neues Leben zu beginnen. Es ist eine sehr komplexe, widersprüchliche Figur, die Thomas Kirchner geschrieben hat, und solche Rollen liebe ich.


Koeberlin (spielt Harrys Sohn): Matthias Panasch ist eine sehr unglückliche Figur, die mit tiefen Verletzungen und Enttäuschungen umgehen muss und sich mit Frau und Kind sein kleines Glück aufgebaut hat. Mit dem Auftauchen seines verhassten Vaters muss er sich aber den Schatten der Vergangenheit aufs Neue stellen, mit allen Konsequenzen. Klante (spielt Mona, die Ehefrau von Harrys Sohn): Sie hat schlimme Erfahrungen gemacht und ist trotzdem eine offene und sensible Frau geblieben. Das bewundere ich an ihr. Die gelegentlichen Wutanfälle ihres Ehemannes erträgt sie mit mehr Gleichmut als es mir möglich wäre, aber von ihrem Vater war sie ja Schlimmeres gewohnt. Und sie liebt ihr Kind über alles, dass kann ich nur voll und ganz verstehen.


Schily (spielt eine Soziologin, die sich in Harry verliebt): Sandra ist ein etwas naiver Mensch, der alles richtig machen will. Dann verliebt sie sich, riskiert viel und verliert am Ende alles.


ZDF: Wenn Sie an die Dreharbeiten zurückdenken: Was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?


Schily: Ein schönes Arbeitsklima, viel Lachen, Frieren im roten Kleid und ganz schön viele Spreewälder Mücken.


Klante: Wunderbare Kollegen, tolle Regie und ein klasse Team. Das idyllische Panasch-Haus am Fliess mit meinem Spreewaldgurkenstand.Koeberlin: Neben vielen anderen wunderbaren Erlebnissen sind mir vor allem die Millionen und Abermillionen von Stechmücken in Erinnerung geblieben, die uns jeden Tag begleiteten und aussaugten. Habe sicher einen Liter Blut im Spreewald gelassen.


Redl: Ich habe zwei wunderbare Kollegen kennen gelernt, mit denen ich bisher noch nicht zu tun hatte: Uwe Kockisch und Henry Hübchen und das war schon sehr schön.


Kockisch: Es war eine sehr intensive, spannende Zusammenarbeit mit dem Regisseur Thomas Roth und dem gesamten Team. Die Erwartungen, die ich zu diesem Film hatte, haben sich für mich erfüllt.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet