Ein schlüssiges musikalisches Gesamtkonzept

Einblick in der Arbeit des Komponisten Johannes Kobilke

Zum ersten Mal zusammengearbeitet haben Regisseurin Christiane Balthasar und Komponist Johannes Kobilke schon am Ende ihres Studiums. Zu Christiane Balthasars Diplom-Film "Morgen in Verona" hatte Johannes Kobilke noch als Filmmusikstudent an der Filmakademie Ludwigsburg bereits Ende der 90er Jahre die Musik komponiert. Für das ZDF hatten die beiden gemeinsam mit "Fürchte dich nicht" 2007 einen auch musikalisch außergewöhnlichen Film vorgelegt.

Erwartete Emotionen

Christiane Balthasar machte sich bereits bei der Lektüre des Drehbuchs von "Tod am Engelstein" Gedanken zur Musik. Zu den Dreharbeiten brachte sie Musik mit, die dann für einzelne Szenen eingesetzt wurde, beispielsweise für Martin Teufel, der ja ein alter Reggae-Fan ist und in seiner Kneipe und im Auto entsprechende Songs spielt. Beim Schnitt legten Christiane Balthasar und Cutter Andreas Althoff dann sogenannte temp tracks (nur vorübergehend eingesetzte Musik von CDs) an die einzelnen Szenen an. Dadurch bekamen alle Beteiligten und vor allem der Komponist eine Orientierung über die gewünschte Musik. Dieses Verfahren ist häufig einfacher, als lange theoretische Gespräche über Musik zu führen. Temp tracks geben die Möglichkeit, über die in der jeweiligen Szene erwarteten Emotionen ganz konkret zu sprechen: Motive, Themen, Tonarten, Rhythmen, Instrumentierung werden auf diese Weise bei der Musikbesprechung eingegrenzt.

Johannes Koblike kannte Andreas Althoff bereits von der Zusammenarbeit für "Tatort - Vergessene Erinnerung" und einigen Folgen "Kommissarin Lucas". Seine Arbeit an "Tod am Engelstein" begann, als der Feinschnitt bereits vorlag.

Passende Instrumente

Was ist nun das Besondere und Charakteristische an der Filmmusik zu "Tod am Engelstein"? Johannes Kobilke fasst zusammen: "Der Film besteht aus einer modernen Mischung von alpiner Größe, kriminologischer Spannung und psychologischem Familiendrama. Meine Aufgabe bestand darin, genau aus dieser Vielfalt ein schlüssiges musikalisches Gesamtkonzept zu finden. Also die passenden Instrumente in einer guten Dosierung mit elektronischen Klängen zu kombinieren. Und natürlich haben wir immer den Ehrgeiz, wieder etwas neu und anders zu machen, eben genau auf diesen Film abgestimmt. Und nun hoffen wir, dass es geklappt hat".

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