Ein sensibles Thema der deutschen Gegenwart

Von Dr. André Deinhardt

Die Filmproduktion für "Kongo" greift ein sensibles Thema der deutschen Gegenwart auf: den Umbau der Bundeswehr von einer Verteidigungsarmee zu einer Einsatzarmee. In den letzten 20 Jahren wurden deutsche Soldaten unter anderem in Somalia, im Sudan, in Kuwait, in Afghanistan, in Bosnien, im Kosovo und im Kongo eingesetzt, um deutsche Interessen zu sichern. Dabei hat sich die Intensität dieser Einsätze ständig erhöht.

Die Geschichte, die der Drehbuchautor erzählt, ist fiktiv, besitzt aber viele Aspekte aus realen Einsätzen der Bundeswehr. Sie lässt den Zuschauer in eine regelmäßig verdrängte bundesdeutsche Parallelwelt eintauchen, die Einsatzwelt der Bundeswehrsoldaten.



Der Produzent Christian Granderath und der Drehbuchautor Alexander Adolph stellen im Kern die Frage, ob sich Soldaten der Bundeswehr der Spirale aus Gewalt und Gegengewalt entziehen können. Eine einfache Antwort zu dem Sinn solcher Einsätze verweigern sie bewusst! Den Weg zu dem Drehbuch haben sie sich dabei nicht leicht gemacht. Sie holten gezielt verschiedene Fachexpertisen ein. Sie befragten u. a. Angehörige der Bundeswehr, Veteranen und Wissenschaftler.

Die Sicht, aus der diese Einsatzrealität beschrieben wird, ist die Sicht einer Soldatin. Diese Perspektive wurde in bisherigen Produktionen zu dem Thema "Bundeswehr im Einsatz" regelmäßig ausgeblendet. Aus dem Drehbuch zu "Kongo" wurde ein beeindruckender Film produziert, welcher dem Zuschauer eine neue Perspektive zu dieser sensiblen Thematik eröffnet.

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