Ein weites Herz

Schicksalsjahre einer deutschen Familie

Familie Vermehren zeichnet ein enger Zusammenhalt aus. Als Tochter Isa auf ihrer Examensfeier die Nazis provoziert, muss sie ihren Plan, Lehrerin zu werden, aufgeben. Sie setzt gegen den Willen ihrer Mutter Petra durch, im politischen Kabarett zu arbeiten. Als Sängerin mit Akkordeon feiert sie Bühnenerfolge, und ihre Schallplatten verkaufen sich gut. Sie verliebt sich in den Kabarettpianisten Laurenz. Durch ihren Bruder Erich lernt Isa die faszinierende Gräfin Elisabeth von Plettenberg kennen, die einem katholischen Kreis vorsteht. Die Frauen fühlen sich zueinander hingezogen.

Als Isa erfährt, dass ihr Vater Kurt ihre Mutter betrügt, ist sie zwar erschüttert, geht aber davon aus, dass, wie immer, der Familienzusammenhalt siegen wird. Weil Kurt seine Affäre jedoch nicht beendet, lässt sich Petra, die als Journalistin arbeitet, nach Athen versetzen.


Gesamte Familie in Sippenhaft

Die politische Lage wird immer schlimmer: Isas Kabarettkollegen werden verhaftet. Als Laurenz von Nazischlägern krankenhausreif geprügelt und in ein Lager verschleppt wird, findet Isa Hilfe bei Elisabeth. Dann bricht der Zweite Weltkrieg aus. Erich möchte, zum Schrecken seiner liberalen Mutter, zum Katholizismus konvertieren und Elisabeth heiraten. Die Familie droht auseinanderzubrechen. Zudem ist Erich zunehmend eifersüchtig auf die Vertrautheit zwischen Isa und Elisabeth. Als ihm eine Stelle im diplomatischen Dienst in Istanbul angeboten wird, geht er auf das Angebot ein und nimmt Elisabeth mit.

    Nach dem Buch von Matthias Wegner "Ein weites Herz. Die zwei Leben der Isa Vermehren" (2003)

Schließlich flüchtet das Paar nach London. Die gesamte Familie Vermehren wird daraufhin in Sippenhaft genommen. Im KZ Ravensbrück trifft Isa auf die ehemalige Oberin Danuta, die uneingeschränkten Respekt im gesamten Lager genießt, da sie für Kinder, Kranke und Schwache sorgt. Isa ist sehr beeindruckt von ihr und interessiert sich für den Orden, dem Danuta angehört. Isas Glaube gewinnt an Tiefe und gibt ihr die Kraft zu überleben. Sie lässt sich noch im Lager von der Nonne das Glaubensbekenntnis abnehmen.

Schicksal ungewiss

Das getrennte Ehepaar Kurt und Petra kommt in eine gemeinsame Zelle und findet hier wieder zusammen. Isas Bruder Michael wird aus der Nachbarzelle abgeholt, seine Spur verliert sich. Als der Krieg zu Ende ist, werden Kurt und Petra freigelassen. Isa wird erst verschleppt und findet dann auf Umwegen den Weg zurück nach Berlin. Michael bleibt verschwunden, und die Familie macht dafür Erich mit seinem Alleingang verantwortlich. Sie können ihm nicht verzeihen. Um zur Versöhnung beizutragen, fährt Isa nach London zu Erich. Dort vertraut Elisabeth Isa an, dass ihre Ehe unglücklich ist. Das Angebot, mit ihr in London zu leben, lehnt Isa jedoch ab. Sie eröffnet der Familie, dass sie dem Sacré-Coeur-Orden beitreten wird. Die Familie ist aber noch nicht versöhnt und Michaels Schicksal weiter ungewiss.

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