"Eine Reise in ein verschwundenes Land"

Anmerkungen des Regisseurs Urs Egger

Urs Egger erzählt mit dem Politdrama "An die Grenze" die Coming-of-age-Geschichte des jungen NVA-Soldaten Alexander Karow, der 1974 an die deutsch-deutsche Grenze geschickt wird. Der Regisseur kommentiert den Film und seine Arbeit.

Die junge LPG-Bäuerin Christine (Bernadette Heerwagen) und Alexander (Jacob Matschenz) Quelle: ,ZDF

"An die Grenze" ist die Geschichte des jungen Alex, der sich mehr oder weniger aus Protest gegen seinen Vater als Soldat an die innerdeutsche Grenze einziehen lässt. Alex erlebt seine erste große Liebe und hat am Ende des Sommers nicht nur auf tragische Weise einen guten Freund verloren, sondern auch die Mehrzahl seiner Illusionen.

Widersprüche und Schönheit

Regisseur Urs Egger Quelle: ,ZDF


Eng verknüpft damit zeigt der Film eine Innenansicht der DDR-Grenztruppen. Der Autor Stefan Kolditz leistete wie 600.000 andere Rekruten im Laufe der Jahre seinen Dienst bei den Grenztruppen der DDR. Sein Drehbuch erzählt aber nicht nur von den Widersprüchen der DDR und dieser unmenschlichen Grenze, es berichtet auch von der Schönheit der Landschaft, von der Einsamkeit der Bewacher dieser Grenze und von einem denkwürdigen Fußballspiel zwischen den beiden deutschen Staaten.

Für mich als Regisseur war diese Arbeit eine fast archäologische Reise in ein verschwundenes Land. Mein Blick auf die gerade in Berlin da und dort noch sichtbaren Spuren der Teilung hat sich dadurch geändert und geschärft.

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