Einer eigenartigen Erzählweise Leben einhauchen

Statement von Regisseur Christian von Castelberg

Es war die ungewöhnliche Art, wie im Drehbuch mit den Zeit- und Wahrnehmungsebenen umgegangen wurde, die mein Interesse für dieses Projekt weckten. Es reizte mich, für diese symbolträchtige Geschichte, einen spielerisch-assoziativen Zugang zu finden.

Maria Jaruski (Anne Ratte-Polle, m.) zwischen ihrem Geliebten Daniel Bartko (Hinnerk Schönemann, r.) und ihrem aggressiven Bruder Thomasz.
Maria Jaruski (Anne Ratte-Polle, m.) zwischen ihrem Geliebten Daniel Bartko (Hinnerk Schönemann, r.) und ihrem aggressiven Bruder Thomasz. Quelle: ZDF

Mit den allesamt wunderbaren und liebevoll engagierten Schauspielern machte es großen Spaß, dieser eigenartigen Erzählweise Leben einzuhauchen und berührende Momente zu erzeugen. Ich empfand es hoch spannend, den Zerfall einer Beziehung nicht in chronologischer Abfolge zu inszenieren, sondern in Fragmenten individueller Erinnerung und der dem Wahn nahe stehenden Figur von Nadja Uhl, die mit ihrem verstorbenen Ehemann noch weiter Streitgespräche führt, trotz der abgehobenen Situation, eine Glaubwürdigkeit und Emotionalität zu geben.

Großer Einsatz und spielerischer Charme

Nadja Uhl und Christian Redl haben sich mit viel Mut und Offenheit auf die Gestaltung dieser Momente eingelassen. Anne Ratte-Polle hat, um die polnische Freundin spielen zu können, mit großem Einsatz und Erfolg, einen realistischen polnischen Akzent und entsprechende Gestik erarbeitet und hat sich mit sagenhafter Durchlässigkeit in die Rolle fallen lassen. Hinnerk Schönemann bin ich sehr dankbar, dass er mit seiner kreativen Energie, den zum Teil schwerblütigen Szenen, mit spielerischem Charme eine humorvolle Leichtigkeit gegeben hat.

Um die legendäre Landschaft des Spreewaldes in mystischen Bildern zu erzählen, mussten wir weit in den kaum zugänglichen Hochwald hinein. Das war mit erheblichen logistischen und organisatorischen Anstrengungen verbunden. Aber das ganze Team war mit großem Engagement und immer bester Stimmung dabei, so dass ich mich immer gestützt und getragen fühlte. Dieser Film war eine sehr intensive Erfahrung, die ich nicht missen möchte.

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