"Gimme Shelter"

Hilfe für Vertriebene im Kongo

Eine außergewöhnliche Kooperation und ein Glücksfall für die UNO-Flüchtlingshilfe, der sich so schnell nicht wiederholen wird: "Gimme Shelter" - das gemeinsame Benefizprojekt von Oscar-Preisträger Ben Affleck und den Rolling Stones. "Gimme Shelter" wurde der UNO-Flüchtlingshilfe kostenfrei zur Verfügung gestellt, um auf das fast vergessene Schicksal von Hunderttausenden Vertriebenen in der Demokratischen Republik Kongo aufmerksam zu machen.

Ende 2008 reiste Affleck zusammen mit Kameramann John Toll in die Krisenregion Nord-Kivu im Osten des Kongo. Dort drehten sie einen Film über den seit vielen Jahren tobenden Bürgerkrieg, über die Flüchtlingskatastrophe und die Hilfsoperationen des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR).

Ein seltenes Entgegenkommen

Als Mick Jagger und die Rolling Stones vom Filmprojekt und der Benefizaktion hörten, stellten sie Afflecks Film ihren alten Song "Gimme Shelter" - 1969 auch als Reaktion auf den Biafrakrieg entstanden - als Soundtrack zur Verfügung. Eine seltenes Entgegenkommen der Band, die 1972 zum letzten Mal gemeinsam bei einem Benefizkonzert in Los Angeles zugunsten der Erdbebenopfer in Nicaragua für eine gute Sache auf der Bühne standen.

Opfer einer Gewaltspirale

Mick Jagger betonte: "Die Rolling Stones sind sehr glücklich, mit "Gimme Shelter" Bens Bemühungen um ein größeres Bewusstsein für den Konflikt im Kongo zu unterstützen. Ich hoffe, dieses Video wird dazu beitragen, die Not von Hunderttausenden Flüchtlingen zu verdeutlichen."Das Ziel des Projekts: Mithilfe von "Gimme Shelter" sollen 23 Millionen US-Dollar für dringend benötigtes sauberes Trinkwasser und Überlebenspakete - Küchensets, Wasserkanister, Moskitonetze, Schlafmatten, Decken und Plastikplanen - aufgebracht werden.


Der Film zeigt kongolesische Familien, die nur mit ihren Kleidern am Leib vor den Kämpfen geflüchtet sind, notdürftig Schutz und wenig zum Überleben gefunden haben. Viele von ihnen sind über die Jahre wiederholt zu Opfern einer Gewaltspirale geworden. Der Konflikt hat in den vergangenen zehn Jahren mindestens fünf Millionen Menschenleben gefordert. Ende 2008, als Ben Affleck den Film drehte, zählte man rund 1,2 Millionen Vertriebene in Ost-Kongo. Die Lage in dem Krisenland hat sich seitdem nochmals verschlechtert: Aktuell sind über zwei Millionen vertriebene Kongolesen dringend auf internationale Hilfe angewiesen.

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