Hanns Zischler

Vom Neuen Deutschen Film zu internationalem Ruhm

Hanns Zischler steht seit 1967 regelmäßig vor der Kamera. Das Spektrum der Rollen, die er in deutschen und internationalen Film- und Fernsehproduktionen im Verlauf seiner Karriere spielte, ist nahezu so umfangreich wie auch die Zahl seiner Filme: An die 200 sind in seiner Filmographie zu finden, die kleineren Serienrollen nicht mitgezählt. Er gehört damit zu den meistbeschäftigtsten Darstellern in Deutschland.

Hanns Zischler
Hanns Zischler als Maximilian Kessler Quelle: Henrik Jordan

Er wurde 1947 in Nürnberg geboren und studierte Ethnologie, Philosophie, Musik und Literaturwissenschaft in München und Berlin. Ab 1967 arbeitete er als Übersetzer wissenschaftlicher Literatur aus dem Französischen und Englischen und als Lektor. Seine Laufbahn in der Film- und Theaterwelt begann zur gleichen Zeit.

In den frühen Jahren war er als Regie- und Dramaturgieassistent an der Berliner Schaubühne am Halleschen Ufer beschäftigt; er übersetzte geisteswissenschaftliche und dramatische Literatur, forschte zum frühen Stummfilm sowie über die Berliner Stadt- und Literaturgeschichte.

Internationale Kinoproduktionen

Als Schauspieler wirkte er erstmals in Filmen von Studenten der Filmhochschule München mit, unter anderem in Wim Wenders' "Same Player Shoots Again" (1968/1969). Zu einer festen Schauspielgröße im Neuen deutschen Film wurde er mit seiner Rolle in Wim Wenders Film "Summer in the City", der 1970 auf die Leinwand kam.


Er spielte unter anderem in Wim Wenders' "Im Lauf der Zeit" (1976), wirkte immer wieder in internationalen Kinoproduktionen mit und arbeitete mit Andrew Birkin, Jean-Luc Godard, Claude Chabrol, Robert van Ackeren, Istvan Szabo, Margarethe von Trotta und mehrmals mit Rudolf Thome zusammen. Zu seinen Filmen der letzten Jahre gehören die ZDF-Produktionen "Entführt" (2009) und "Hinter blinden Fenstern" (2010), sowie die Kino-Filme "Das rote Zimmer" (2010), Glückliche Fügung (2010), Schatten (2010) und "In der Welt habt ihr Angst " von Hans W. Geissendörfer (2011).

Erfolgreich auch als Autor

Neben seiner Schauspieltätigkeit ist Hanns Zischler auch als Autor von Filmkritiken, Hörspielen und literarischen Essays bekannt. Sein Buch "Kafka geht ins Kino" wurde in viele Sprachen übersetzt und 1997 vom französischen Kritikerverband als bestes nicht französisches Buch über das Kino ausgezeichnet.

2006 gründete er den Alpheus Verlag neu, dort erscheint "Tumult - Schriften zur Verkehrwissenschaft". 2008 erschien "Nase für Neuigkeiten", ein Buch über James Joyce und die Presse, dass Hanns Zischler zusammen mit Sara Danius verfasst hat.

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