Heike Makatsch

Vom Girlie-Star zur Erfolgsschauspielerin

Heike Makatsch hatte in der Komödie "Männerpension"
von Detlev Buck 1995 ihren ersten wichtigen Kinoauftritt. Mit diesem und Filmen wie "Bin ich schön?", "Gripsholm" und "Die Affäre Semmeling" spielte sich die selbstbewusste Jugend-Moderatorin in die erste Liga der deutschen Schauspielerinnen.

Heike Makatsch
Heike Makatsch Quelle: ZDF/Michael Boehme

Am 13. August 1971 wurde Heike Makatsch in Düsseldorf geboren, wo sie auch aufwuchs. Dort begann Makatsch, Medienwissenschaften, Politik und Soziologie an der dortigen Universität zu studieren, brach jedoch nach drei Semestern ab und versuchte es mit einer Schneiderlehre, die sie ebenfalls nicht beendete.

Schauspieldebüt in "Männerpension"

Nachdem sie sich erfolglos bei einem Moderatoren-Casting des Musiksenders MTV beworben hatte, wurde im Juni 1993 dessen deutscher Konkurrent VIVA auf Makatsch aufmerksam und engagierte sie als Moderatorin. Innerhalb kurzer Zeit gelang es der "selbstbewussten Pop-Göre", sich zum Medienliebling der deutschen Teenie-Generation zu mausern. Gelobt wurde vor allem ihre unbefangene, lockere Natürlichkeit im Umgang mit Stars und Publikum, mit der sie einen ganz eigenen Stil prägte.

Schon 1995 wagte Heike Makatsch dann den Sprung ins Schauspiel-Fach. Ihr Debüt als lispelndes Schlagersternchen "Maren" in der Komödie "Männerpension" (Regie Detlev Buck) wurde von der Presse begeistert aufgenommen. Bald nahm Heike Makatsch ganz Abschied von der Moderation und begann sich komplett der Schauspielerei zu widmen. Sie arbeitete mit bekannten Regisseuren wie Doris Dörrie ("Bin ich schön?") und Max Färberböck ("Aimée und Jaguar") und etablierte sich als ernst zu nehmende Darstellerin in verschiedenen Kino- und Fernsehfilmen.

Internationale Aufmerksamkeit

Es dauerte nicht lange und Heike Makatsch war in tragenden Rollen von namhaften Filmen zu sehen. In "Liebe deine Nächste!" (1998) verkörperte sie die Isolde, ein Jahr darauf übernahm sie die Hauptrolle in "Männer und andere Katastrophen". International mischte die Schauspielerin ebenfalls bald mit: 2000 spielte sie in "The Announcement" und 2002 in "Resident Evil" mit.

Die Freundinnen Mirabel (Heike Makatsch, l.) und Gloria (Cosma Shiva Hagen, r.) machen Mittagspause am Strand von Harlesiel.
Schade um das schöne Geld Quelle: ZDF

Im Publikumserfolg "Love Actually" (2003) war Heike Makatsch neben Hugh Grant, Emma Thompsen und Liam Neeson zu sehen. Im Fernsehen beeindruckte die Schauspielerin vor allem mit ihren Leistungen in Dieter Wedels "Die Affäre Semmeling" und der quotenstarken Produktion "Das Wunder von Lengede" als Frau eines bei einem Grubenunglück verschütteten Bergmanns.

Weitere Hauptrollen

2008 drehte sie in der Titelrolle "Hilde", eine Verfilmung von Hildegard Knefs Autobiografie unter der Regie von Kai Wessel, sowie den ZDF-Zweiteiler "Hope". Im gleichen Jahr übernahm sie eine Hauptrolle in der ZDF-Produktion "Schade um das schöne Geld". In diesem Jahr wird Makatsch in der Romanverfilmung "Tom Sawyer" als Tante Polly und in "Geography of the Hapless Heart" zu sehen sein.

Für ihre Rollen wurde Heike Makatsch mehrfach ausgezeichnet.


Auszeichnungen - eine Auswahl:



- 1995 VIVA-Comet, Goldener BRAVO Otto, Telestar
- 1996 Bayerischer Filmpreis und Bambi für ihre Rolle in "Männerpension"
- 1998 Prix d' interprétation féminine (Internationales "Festival du film d'amour Paimpol" unter Jurypräsident Jean Becker) und Nominierung für den Deutschen Filmpreis für ihre Hauptrolle in "Obsession"
- 2001 Shooting Star 2001 (Auszeichnung der European Film Promotion)
- 2002 Goldene Kamera für ihre Rolle in "Die Affäre Semmeling"
- 2003 Bambi für "Das Wunder von Lengede"
- 2004 Goldene Kamera für "Das Wunder von Lengede"
- 2004 Bayerischer Fernsehpreis für "Das Wunder von Lengede"
- 2006 Zwei Mal Bambi für "Margarete Steiff"
- 2006 "Bayerischer Fernsehpreis und Nominierung für den Emmy Award für "Margarete Steiff"



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