Heiner Lauterbach

Verschmilzt mit seinen Rollen

Bereits als 18-Jähriger stand er erstmals auf der Bühne und führte später auch Regie. Doris Dörries Filmkomödie "Männer" machte ihn über Nacht zum vielbeachteten Star. Seitdem ist Heiner Lauterbach aus der deutschen Kino- und Fernsehlandschaft nicht mehr wegzudenken. Zum zweiten Mal spielt er nun in der Verfilmung eines Krimis der israelischen Autorin Batya Gur den Ermittler Michael Ochajon.

1953 in Köln geboren, stand für Heiner Lauterbach früh fest, dass er die Schauspielerei der Schule vorzog: "Mit 14 hatte ich schon zehn Schulen hinter mir", so Lauterbach. Die vom Vater verordnete Installateurlehre brach er schnell wieder ab und schlug sich stattdessen mit wechselnden Jobs durch. Erst die Schauspielschule, die er als 17-Jähriger in Köln besuchte, brachte die entscheidende Wendung. Heiner Lauterbach hatte seine Bestimmung gefunden.

Synchronsprecher für Hollywood-Stars

Erste Bühnenerfahrungen sammelte Heiner Lauterbach am Kölner Coom-Theater. Später spielte er in Würzburg, München und auf Tournee mit der Münchner Schauspielbühne; an einer Pariser Zirkusschule übte er Bodenakrobatik. Als Synchronsprecher lieh er seine Stimme Stars wie Jack Nicholson, Richard Gere, John Malkovich, Kevin Costner und Christopher Reeve. Für das Fernsehen arbeitet Lauterbach seit Anfang der 1970er Jahre.


Zum Star wurde Heiner Lauterbach schließlich mit der Rolle des eifersüchtigen Ehemannes in Doris Dörries erfolgreicher Filmkomödie "Männer" (1985), für die er auch den Bundesfilmpreis erhielt. Allein in der Bundesrepublik zählte der Film über fünf Millionen Kinobesucher. Auch im Fernsehen spielte er in vielen TV-Serien ("Eurocops", "Faust", "Der Fahnder") und TV-Filmen ("Das Mädchen Rosemarie", "Opernball") mit und übernahm nun tragende Rollen. Im ZDF war Lauterbach unter anderem in Dieter Wedels fünfteiligem TV-Spielfilm "Der Schattenmann" (1994) und "Die Affäre Semmeling" (2000) zu sehen.

Erfolge auf der Leinwand

Mit Filmen wie der Erich-Kästner-Verfilmung "Das doppelte Lottchen" (1993), Sönke Wortmanns "Das Superweib" (1995) und "Der Campus" (1997) feierte Heiner Lauterbach auch auf der Kinoleinwand seine Erfolge. Mit der Rolle des Filmproduzenten Oskar Reiter in Helmut Dietls Gesellschaftssatire "Rossini" (1996) bot er eine Glanzleistung und wurde dafür mit dem Bayerischen Filmpreis (1997) ausgezeichnet. Hoch gelobt wurde Lauterbach auch für seine Rolle in Dominik Grafs TV-Krimi "Der Skorpion" (1997). 2004 arbeitete er dann wieder einmal mit Doris Dörrie und Uwe Ochsenknecht zusammen: In der ZDF-Fernsehkomödie "Ein seltsames Paar" traten Ochsenknecht und Lauterbach in die Fußstapfen von Walter Matthau und Jack Lemmon. 2006 spielte er in dem ZDF-Film "Dresden" mit.

Im Februar 2006 erschien Heiner Lauterbachs Autobiografie "Nichts ausgelassen". 2007 spielte er die Hauptrolle in der Comedy-Serie "Mitten im Leben". Im ZDF war er im Januar 2010 in der Verfilmung von Ken Folletts "Eisfieber" zu sehen.

Authentische Rollen

Jorgo Papavassiliou, der Regisseur des neuen ZDF-Krimis "Mörderischer Besuch" konnte sich bei den Dreharabeiten von Heiner Lauterbachs Professionalität überzeugen: "Ich kenne wenige Schauspieler, die so konzentriert, professionell und überaus respektvoll-freundlich agieren wie Heiner Lauterbach. Darüber hinaus ist er stets 'auf den Punkt' immer perfekt vorbereitet, mit intelligentem Input und Ideen beseelt, dabei jedoch immer offen für Anregungen und auch Kritik seitens des Regisseurs."

Papavassiliou weiter: "Was mich jedoch aus künstlerisch-inszenatorischer Sicht eines Regisseurs besonders an Heiner gefällt, ist die Tatsache, dass er spielt ohne zu spielen. Heiner ist immer die Rolle, die er verkörpert, er versucht nicht, diese zu spielen. Das macht ihn authentisch."

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