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"Ich wollte einen emotionalen Film machen"

Drei Fragen an Regisseur Thomas Roth

Der österreichische Regisseur Thomas Roth ist bekannt durch Filme wie "Tatort" und "Trautmann". Er hat diesen dritten Spreewaldkrimi inszeniert. Nicht so sehr der "Whodunit", sondern vielmehr das Familiendrama steht bei ihm im Mittelpunkt. Und natürlich der Spreewald. Im Gespräch mit dem ZDF berichtet er über den Reiz und die Herausforderungen seiner Arbeit.


ZDF: Was hat Sie gereizt, bei "Spreewaldkrimi - Die Tränen der Fische" Regie zu führen?


Thomas Roth: Zum einen hat mich die Landschaft gereizt, dieses merkwürdige, dunkle Setting, in dem die Spreewaldkrimis spielen. Ich fand es interessant, dass die Geschichte einen Bogen zurück zu DDR-Zeiten schlägt. Das Thema Versöhnung, um das es letztlich in dem Film geht, ist ein großes, weites Feld. Ich dachte, der Film könnte im Kontext damit zum Teil sehr emotional werden. Und dann ist da noch Christian Redl, den ich sehr schätze. Ich habe die Möglichkeit gesehen, eine interessante Besetzung vorzuschlagen und ich war gespannt darauf, wie wir die technischen Herausforderungen im Spreewald bewältigen können. Schließlich hat alles dann sehr gut funktioniert.


ZDF: Was waren für Sie die besonderen Herausforderungen bei der Umsetzung des Drehbuchs?


Roth: Wie gesagt, ich wollte einen emotionalen Film machen. Das ist schon eine Herausforderung. Eine emotionale Vater-Sohn-Geschichte kann ja auch leicht in den Kitsch kippen oder es werden nur Klischees bedient. Es war eine Aufgabe herauszufinden, was wir wo brauchen und was wir weglassen können. Und worauf wir den Focus legen. Ich denke, dass der Kriminalfall in unserer Geschichte nicht unmittelbar im Vordergrund steht. Und ich finde das auch interessanter, sich mit den Charakteren zu beschäftigen als mit den verschiedenen Ermittlungsschritten und Techniken.
ZDF: Seit wann kennen Sie den Spreewald? Was verbinden Sie persönlich mit dieser Region?


Roth: Als Österreicher hatte ich keine tiefere Beziehung zum Spreewald. Um ehrlich zu sein, wusste ich nicht viel darüber, bevor das Projekt an mich herankam. Aber ich war dann doch gespannt darauf und habe in einer sehr frühen Phase der Produktion darauf gedrängt, einmal dahin zu fahren. Das haben wir dann auch gemacht und die Landschaft hat mich gleich sehr eingenommen.

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