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Informationen zum Film

Regisseurin Anne Zohra Berrached und Autor Carl Gerber haben ihr Drehbuch nach gründlicher Recherche entwickelt. Gemeinsam mit Kameramann Friede Clausz hat Anne Zohra Berrached den Darstellern ihrer Erzählung bei den Dreharbeiten einen einzigartigen Freiraum geschaffen, in dem Laien, Experten und Schauspieler gemeinsam eine Form finden, die Hyperrealismus und Tragödie nahtlos miteinander verbindet.

"24 WOCHEN" hatte seine Premiere 2016 im Wettbewerb der Berlinale, wo er den Gilde-Filmpreis der deutschen Filmkunsttheater als "Bester Film im Wettbewerb" erhielt. Im gleichen Jahr gewann der Film den Studio-Hamburg-Nachwuchspreis in den Kategorien Beste Regie und Beste Produktion. 2017 erhielt "24 WOCHEN" beim Deutschen Filmpreis eine LOLA in Silber in der Kategorie "Bester Spielfilm".

 "24 WOCHEN": Astrid (Julia Jentsch) und Markus (Bjarne Mädel) sitzen in einem Praxiszimmer zwei Ärzten (Darsteller unbekannt) gegenüber.

Zum Thema Abtreibung in Deutschland

Ein Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland grundsätzlich rechtswidrig, bleibt aber unter bestimmten Voraussetzungen straffrei (Paragraf 218 a Abs. 1, Paragraf 219 StGB). Folgt die Frau der sogenannten Beratungsregelung, ist es möglich, die Schwangerschaft innerhalb von zwölf Wochen nach der Empfängnis abzubrechen.

Eine Abtreibung nach der zwölften Schwangerschaftswoche ist nur dann legal, sofern eine medizinische oder kriminologische Indikation vorliegt. Unter diesen Voraussetzungen ist ein Abbruch der Schwangerschaft bis zur Geburt möglich. Eine medizinische Indikation ist dann gegeben, wenn Lebensgefahr oder die Gefahr einer schwerwiegenden Beeinträchtigung des körperlichen und seelischen Gesundheitszustands der Schwangeren besteht (Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend).

Es gilt die Annahme, dass Fehlbildungen beim Ungeborenen möglicherweise derartige Auswirkungen auf das Leben der werdenden Mutter haben. In solchen Fällen ist daher ein legaler Abbruch der Schwangerschaft möglich. Im Gesetz wird dabei stets nur "die Schwangere" erwähnt; sie trägt das Kind aus, und nur sie kann entscheiden.

Von einer Spätabtreibung spricht man in der Regel bei einem Abbruch der Schwangerschaft nach der 22. Woche. Die Zahl der Spätabtreibungen in Deutschland nimmt jährlich zu (zwischen 2007 und 2014 gab es eine Steigerung um 255 Prozent. Quelle: Statistisches Bundesamt). Dies hängt unter anderem mit dem wissenschaftlichen Fortschritt zusammen: Immer neue Diagnoseverfahren vermitteln den Eltern scheinbare Sicherheit.

Doch was passiert, wenn der Fall eintritt, den sich niemand wünscht? Zahlreiche Fehlbildungen kann man inzwischen diagnostizieren: Trisomie 21 (Down-Syndrom) und Spina Bifida (offener Rücken) gehören zu den bekanntesten. Einige Fehlbildungen sind heutzutage therapierbar, doch die meisten Diagnosen bleiben endgültig. Schnell sind die Eltern mit Zahlen, Fakten, Wahrscheinlichkeiten und Möglichkeiten konfrontiert.

Regisseurin Anne Zohra Berrached über "24 WOCHEN"

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