Jacob Matschenz

Vielversprechender Nachwuchsstar

Zur Schauspielerei kam das Naturtalent mit der sympatischen Bescheidenheit eher durch Zufall. Obwohl Jacob Matschenz nie eine Schauspielschule besucht hat, gilt er als einer der vielversprechendsten Nachwuchsschauspieler. Bereits jetzt wurde er in zahlreichen hochkarätigen Filmen mit Hauptrollen besetzt und erhielt dafür große Auszeichnungen.

Jacob Matschenz
Jacob Matschenz Quelle: ZDF

Jacob Matschenz wuchs in Berlin auf. Über eine Kinderagentur kam der ehemalige Klassenclown an seine erste Rolle. "Als meine Eltern fast schon verzweifelt waren, was später einmal aus mir werden soll, kamen plötzlich die ersten Rollenangebote auf mich zu", erinnert sich der Schauspieler heute. Obwohl er erst Ende 20 ist, kann er bereits auf ein beachtliches Rollenarsenal zurückblicken. Häufig sieht man ihn als jugendlichen Rebellen.

Eindrucksvolle Hauptrollen

Sein Filmdebüt gab Matschenz 2001 in der Tragikomödie "Kleine Kreise", in der er bereits eine tragende Rolle übernahm. Es schlossen sich direkt weitere Projekte an, in denen er die Hauptrolle übernahm: 2002 mimte er die Figur des "Jul" in "Juls Freundin". In dem dramatischen Science Fiction-Film "Mutanten" spielte er an der Seite von Karoline Teska. Spätestens seit der Teenie-Komödie "Sex Up - Jungs haben's auch nicht leicht" (2003) ist er einem breiten Fernsehpublikum bekannt geworden.

2005 wurde Jacob Matschenz für seine schauspielerische Leistung als "Malte" in "Das Lächeln der Tiefseefische" (Regie: Till Endemann) mit dem Max-Ophüls-Preis als bester Nachwuchsschauspieler ausgezeichnet. Es folgten zahlreiche Kino- und Fernsehproduktionen, darunter "Tatort", "Bootcamp", "Neandertal", "Tollpension", "SOKO Leipzig", "1. Mai - Das Ende vom Lied" und andere.

Adolf-Grimme-Preis für "An die Grenze"

In Alain Gsponers Film "Rose", der 2007 den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie Bester Fernsehfilm erhielt, spielte Jacob Matschenz die Rolle des "Stan". Gleichzeitig stand er in einigen Werbe- und Kurzfilmen vor der Kamera. Ein weiterer Meilenstein seiner Karriere war eine Rolle in Dennis Gansels Film "Die Welle", der 2008 in der "World Cinema Dramatic Competition" des Sundance Film Festival lief und sich in Deutschland als Kassenschlager entpuppte.

Seine Darstellung eines jungen DDR-Grenzsoldaten im ZDF-Fernsehfilm "An die Grenze" brachte ihm 2008 den Adolf-Grimme-Preis ein. 2010 wirkte Matschenz in zwei Dramen in einer Hauptrolle mit: In Dietrich Brüggemanns "Renn, wenn Du kannst" verkörperte er die Figur des "Christian", und in "Bis aufs Blut - Brüder auf Bewährung" spielten er und Burak Yigit zwei Teenager, die durch eine bedingungslose Freundschaft verbunden sind. Seine aktuellen Produktionen sind die TV-Filme "Eine Minute Dunkel" und "Dreileben" sowie die kürzlich fertig gestellte Kinokomödie "Vorstadtkrokodile III".


Auszeichnungen:



- 2005 Max-Ophüls-Preis als bester Nachwuchsschauspieler für "Das Lächeln der Tiefseefische", Nominierung für den First Steps Award für "Fliehendes Land"
- 2006 Nominierung für den "Förderpreis deutscher Film" in der Kategorie Schauspiel für "Neandertal"
- 2007 Nominierung Undine Award als Bester jugendlicher Charakterdarsteller in einem Kinospielfilm für "42 plus"
- 2008 Adolf Grimme Preis für seine Darstellung in "An die Grenze"
- 2010 EZetera Filmpreis beim Internationalen Filmfest Emden-Norderney für "Bis aufs Blut - Brüder auf Bewährung"
- 2011 Bayerischer Filmpreis in der Kategorie Nachwuchsdarsteller



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