Janek Rieke

Schauspieler, Autor und Regisseur

Janek Rieke gilt als echtes Multitalent: Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler arbeitet er auch als Autor und Regisseur. Bekannt wurde er mit seinem frechen Film "Härtetest" als Autor, Regisseur und Hauptdarsteller in Personalunion. Seitdem war Janek Rieke in zahlreichen weiteren Film- und Fernsehproduktionen - meist in Hauptrollen - zu sehen.

Janek Rieke
Janek Rieke Quelle: dpa

Janek Rieke wurde 1971 geboren. Er studierte zunächst drei Jahre Philosophie, bevor er ein Regie-Studium am Hamburger Institut für Theater, Musiktheater und Film begann, das er 1996 mit dem Kurzfilm "Jenseits von Schweden" abschloss. 1997 folgte mit "Härtetest", ebenfalls unter seiner Regie, sein erster langer Spielfilm, der als bester Film zum Deutschen Filmpreis nominiert wurde und den Publikumspreis beim Max-Ophüls-Festival in Saarbrücken gewann. In beiden Filmen spielte er selbst auch Hauptrollen.

Breit angelegte Rollen

Janek Rieke war außerdem in Kurzfilmen wie "Hundsgemein" und "The Sherut Taxi" zu sehen und übernahm mehrere Theaterrollen bei der "Comedy Company Hamburg". 2001 war er in dem Thriller "Ratten - Sie werden dich kriegen" und dem Kinofilm "Die Einsamkeit der Krokodile" zu sehen. 2003 folgte Hans Christian Schmids preisgekrönter Film "Lichter". Für das ZDF stand Janek Rieke neben anderen Produktionen 2004 für "Eierdiebe", "Nicht ohne meinen Schwiegervater" (2005) und der Fortsetzung "Nicht ohne meine Schwiegereltern" (2006) vor der Kamera. 2009 war er im Kino in Sebastian Niemanns Mafia-Persiflage "Mord ist mein Geschäft, Liebling" und im ZDF im Krimi "Stralsund - Mörderische Verfolgung" zu sehen.


Auf einen bestimmten Rollentyp will sich der Schauspieler nicht festlegen lassen: "Ich habe schon öfter verplante, schüchterne und verlegene Typen gespielt. Aber auch Kommissare und Mörder. Ein Muster würde ich da nicht erkennen, das ist eher breit angelegt." Erfahrung hat er sowohl mit Komödien als auch mit Dramen und Thrillern: "Manchmal kommt es mir vor, als ob das Drama überbewertet ist. Da schwelgt man minutenlang in der Melancholie. Bei der Komödie geht alles viel schneller, da passiert mehr."

Projekte in der Schublade

Neben der Schauspielerei schreibt er auch Drehbücher, die er gerne selbst inszeniert. Doch dazu fehlt dem vielbeschäftigten Künstler oft die Zeit. "Es gibt aktuell zwei Drehbücher, die ich gerne realisieren möchte - eine Vampirkomödie und einen Film, in dem es um ein Haus in Schweden geht, das irgendwann im See landet.

Träumen von entspannter Arbeit

Die Projekte sind leider sehr aufwändig, was ich beim Schreiben nicht recht bedacht habe. Da geht bei der Finanzierung viel Zeit verloren. Zuletzt hatte ich ein Projekt, das gar nicht finanziert wurde. Da hat man schon mal drei Jahre umsonst verbracht." Dennoch, das Multitalent Janek Rieke ist zuversichtlich, und das merkt man ihm auch in seinen Rollen an.Auf die Frage, ob er lieber vor oder hinter der Kamera steht, antwortet Rieke dem ZDF: "Ich träume immer von dem Job, den ich gerade nicht mache. Wenn ich als Schauspieler arbeite, denke ich oft, dass ich endlich mal wieder meine eigenen Geschichten aufschreiben muss. Wenn ich mich dann beim Schreiben quäle, dann möchte ich endlich drehen. Wenn ich drehe, erlebe ich den Druck des Regisseurs; dann wünsche ich, ich könnte endlich im Schneideraum sitzen.

Wenn mein Film dann Premiere hat und ich so aufgeregt bin, dass ich fast einen Herzinfarkt bekomme, dann wünsche ich mich zurück ans Set. An ein ruhiges Set, wo ich ganz entspannt nur als Schauspieler arbeiten darf."

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