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Katja Flint

Unbeirrbare Wandlungskünstlerin

Sie ist hierzulande eine der meistgebuchten Schauspielerinnen und wird von den Medien gerne als Diva des deutschen Films bezeichnet: Katja Flint wurde in der Vergangenheit immer wieder zur schönsten und erotischsten Frau des Landes gekürt. Doch das beeindruckt sie herzlich wenig. Stattdessen konzentriert sie sich lieber auf ihre vielseitigen Rollen und schreibt schon mal eigenhändig am Drehbuch mit, wenn es an guten Angboten mangelt.

Katja Flint als Hanna Weiß in "Schandmal - Der Tote im Berg" (2011)
Katja Flint als Hanna Weiß in "Schandmal - Der Tote im Berg" (2011)
Quelle: ZDF und Jürgen Olczyk

Katja Flint, geboren 1959 bei Hannover, gehört seit Jahren zu den gefragtesten deutschen Kino- und Fernseh-Schauspielerinnen. Ihre Kindheit verbrachte sie in einer Bergwerkssiedlung in der Nähe des Steinhuder Meers bei Hannover und in Utah/USA. Nach Deutschland kehrte sie zurück, um hier ihr Abitur zu machen.

Vergleiche mit Sharon Stone

Katja Flint besuchte zunächst eine Visagistenschule und studierte Theaterwissenschaften, Jazz-Tanz und klassisches Ballett. 1980 nahm sie schließlich Schauspielunterricht und sammelte erste Erfahrungen am Münchner Residenztheater. Damit hatte sie ihre Berufung gefunden.

Im Alter von 24 Jahren drehte sie mit Roland Suso Richters Nachkriegsdrama "Kolp" ihren allerersten Kinofilm, der in mehrfacher Hinsicht prägend für sie war. Zum einen konnte sich Flint als ernsthafte Schauspielerin etablieren, denn ihre Darbietung erregte bei den Kritikern stürmischen Beifall. Ihr Kinodebüt gab sie bei Roland Suso Richters "Kolp". Während der Dreharbeiten lernte sie Heiner Lauterbach kennen, den sie 1985 heiratete und an dessen Seite sie als Katja Lauterbach in den folgenden Jahren zahlreiche Filme drehte. Seitdem war Katja Flint in mehr als 70 Film- und Fernsehproduktionen zu sehen.

Beifall in Hollywood

Ihr nach eigenen Angaben größtes Projekt war 1999 ihrer Rolle als Marlene Dietrich in dem gleichnamigen Spielfilm von Joseph Vilsmaier. Der Film wurde 2001 beim Hollywood Film Festival in Los Angeles als "Bester Spielfilm" ausgezeichnet.

Mitarbeit an Drehbüchern

Nach "Marlene" drehte Flint wieder vor allem für das Fernsehen und arbeitete sie mit den verschiedensten und anspruchsvollsten Regisseuren wie Bernd Schadewald, Peter Keglevic, Hark Bohm und Bernd Eichinger zusammen. So war die Schauspielerin unter anderem in Eichingers Zweiteiler "Vera Brühne", in der europäischen Koproduktion "Casanova - Ich liebe alle Frauen" und in Bernd Fischerauers Dreiteiler "In der Mitte eines Lebens" auf dem Bildschirm präsent. Viel Kritikerlob erhielt Flint 2003 für ihre Rolle in dem Drama "Liebe und Verlangen", in dem sie die etwas einfältige Frau eines Schuldirektors spielt, die sich in eine lesbische Lehrerin verliebt. Für das ZDF entwickelte Katja Flint zusammen mit dem Schriftsteller Friedrich Ani und der Regisseurin/Autorin Nina Grosse die Figur der Hobbydetektivin Franziska Luginsland, die sie mit großem Erfolg von 2004 ("21 Liebesbriefe") bis 2009 spielte. 2008 wurde Katja Flint für ihre Rolle der Franziska Luginsland für den Bayerischen Fernsehpreis nominiert.

Auch die Rolle der Ginger in den Familienfilmen "Wie kriege ich meine Mutter groß" (2004) und "Mütter, Väter, Kinder" (2007) wurde von Katja Flint mitentwickelt und war für den Grimme-Preis nominiert. Im Kino war Katja Flint 2010 in Uli Edels Biopic "Zeiten ändern dich" (über das Leben des Rappers Bushido) zu sehen, im ZDF zuletzt in dem Krimi "Der Alte: Liebesrausch" (2016).

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