Kostja Ullmann

Jungschauspieler mit Tiefgang

Man nennt ihn Charakterdarsteller und Frauenschwarm. Bei Kostja Ullmann sind das keine Gegensätze. Schon im Alter von 11 Jahren stand der nach einer Tschechow-Figur benannte Kostja auf einer Theaterbühne, seit dem Kinofilm "Sommersturm" wird er als aufstrebendes Jungtalent gehandelt. Im ZDF-Drama "Mein eigen Fleisch und Blut" darf er nun neben der bekannten Wandlungsfähigkeit auch Mut zur Hässlichkeit beweisen: Als Junkie Oliver spielt er einen jungen Mann auf dem Weg in die Selbstzerstörung.

Oliver (Kostja Ullmann)
Oliver (Kostja Ullmann) Quelle: ZDF

Kostja Ullmann wurde 1984 in Hamburg geboren - und eigentlich war sein Weg da schon vorgezeichnet. Der Vater ist Theaterschauspieler, später Schauspielagent und auch seine Schwester schlägt den Weg zur Theaterschauspielerin ein. Sein ungewöhnlicher Name erklärt sich ebenfalls aus der Begeisterung zu Drama und Theater: Kostja ist der Spitzname des Protagonisten aus dem Tschechow-Klassiker "Die Möwe". Als Kind bekommt der kleine Kostja Ballett-Unterricht, mit 11 Jahren steht er selbst das erste Mal auf der Bühne.

Schließlich überredet ihn seine Schwester, bei der Hamburger Schauspielschule vorzusprechen. Kostja Ullmann kommt, spielt und wird genommen. Bricht aber nach kurzer Zeit wieder ab, weil er die Chance bekommt, eine der Hauptrollen im Coming Out-Drama "Sommersturm" zu spielen. Es war sein erster Kinofilm nach diversen Serienengagements und gleich erspielte er sich damit die Beachtung der Filmkritiker.

Preise für Können und Aussehen

Im Film "Heimliche Liebe - Der Schüler und die Postbotin" spielt er den jugendlichen Liebhaber von Marie Bäumer und auch in "Verfolgt" gerät er in eine sadomasochistisches Beziehungsgeflecht mit der älteren Maren Kroymann. Fortan wird Kostja Ullmann wahlweise als "Frauenversteher" oder "neuer deutscher Frauenschwarm" bezeichnet. Jedoch nie, ohne im nächsten Satz von seinen Schauspielkünsten zu schwärmen.


Ullmann vereint ernsthaftes Spiel mit dem frischen, exotischen Aussehen, das er seiner halbindischen Mutter verdankt. So verwundert es auch nicht, dass er 2007 zum GQ "Shootingstar des Jahres" gewählt wurde und ein Jahr später "Die Goldene Feder" des Bauer Verlags "für seine schon in jungen Jahren beeindruckenden schauspielerischen Leistungen" erhält.

Nur privat schüchtern

Privat mag es Kostja Ullmann eher brav. Seit 2006 ist er mit Schauspiel-Kollegin Janin Reinhardt zusammen. In Interviews outet sich der Hamburger regelmäßig als HSV-Fan und beschreibt sich selbst als schüchtern. Für seine Rollen wächst der Schauspieler allerdings immer wieder gern über sich hinaus.


Im ZDF-Drama "Mein eigen Fleisch und Blut" mit Veronica Ferres, spielt er einen drogenabhängigen jungen Mann, der seiner Mutter nach 25 Jahren zum ersten Mal begegnet.

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