Matthias Brandt

Kanzlersohn und Grimme-Preisträger

Matthias Brandt ist der jüngste von drei Söhnen des ehemaligen Bundeskanzlers Willy Brandt. Politiker wollte er nie werden, auch wenn er sich ganz zwangsläufig als einen politischen Menschen sieht, der mit offenen Augen durch das Leben geht. Er interessiert sich für gesellschaftliche Fragen, denen er sich künstlerisch in seinem Beruf als Film-, Fernseh- und Theaterschauspieler nähert.

Matthias Brandt wurde 1961 geboren. Sein Schauspielstudium absolvierte er an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Nach seinem Studium gehörte er verschiedenen Ensembles in Bonn, Frankfurt und Zürich, dem Nationaltheater Mannheim, dem Bayerischen Staatsschauspiel München und dem Schauspielhaus Bochum an.

Karriere auf der Leinwand

Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich Matthias Brandt jedoch schwerpunktmäßig der Arbeit für Film und Fernsehen zugewandt. Auf der großen Leinwand war er 2002 in dem Kinofilm "Große Mädchen weinen nicht" zu sehen. Seine sicherlich wichtigste TV-Arbeit ist die Darstellung des Kanzleramtsspions Günter Guillaume in dem Zweiteiler "Im Schatten der Macht", der 2003 unter der Regie von Oliver Storz die letzten Tage des Bundeskanzlers Willy Brandt bis zu seinem Rücktritt erzählt.

Wandlungsfähiger Charakterdarsteller

Ebenso viel beachtet war Ste­phan Wag­ners Spionage-Drama "Der Stich des Skorpion" (2004), in dem Matthias Brandt an der Seite von Jörg Schüttauf, Martina Gedeck, Hannes Jaenicke und Ulrike Krumbiegel mitwirkte. Der Film "Wie krieg ich meine Mutter groß", ebenfalls unter der Regie von Stephan Wag­ner, wurde 2005 für den Grimme-Preis in der Sektion "Fiktion und Unterhaltung" nominiert.
Auf einem tatsächlichen Fall basierte die hoch gelobte TV-Produktion "In Sachen Kaminski" (2005), in dem Matthias Brandt einen geistig leicht behinderten Vater spielt, der zusammen mit seiner Frau - gespielt von Juliane Köhler - um das Sorgerecht für das gemeinsame Kind kämpft.

2007 erhielt Brandt einen Grimme-Preis für seine Rolle als Briefträger Enno in "Arnies Welt" (2006). TV-Filme wie "Mütter Väter Kinder" (2008) und "Contergan" (2007) untermauerten seinen Status als wandlungsfähigen Charakterdarsteller. Im Februar 2008 erhielt Matthias Brandt die Goldene Kamera als Bester Deutscher Schauspieler. Im selben Jahr wurden Brandt und seine Filmpartnerin Victoria von Trauttmansdorff für ihre darstellerischen Leistungen in dem Ehedrama "Gegenüber" (2008) für den Deutschen Filmpreis nominiert.

Neuer "Polizeiruf"-Kommissar

Matthias Brandt war zuletzt in den ZDF-Produktionen "Entführt", "Ein Mann, ein Fjord", "Die Wölfe" und "Ken Folletts Eisfieber" zu sehen. 2009 erhielt er für seine Rolle in dem Film "Die zweite Frau" den Grimme-Preis. Seit 2010 steht er für die Rolle des neuen "Polizeiruf"-Kommissars vor der Kamera. In diesem Jahr spielt er neben "Die Tochter des Mörders" unter anderem in den TV-Filmen "Des Kaisers neue Kleider" und "Freche Mädchen 2". Zuletzt war er im ZDF im Fernsehfilm der Woche "Tod einer Schülerin" zu sehen.

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