Nichts ist wie es scheint

Interview mit Peter Simonischek

BKA-Chef Kurt Herder (Peter Simonischek, l.) fordert eine Erklärung von Jo Weiß (Jürgen Vogel, r.).
BKA-Chef Kurt Herder (Peter Simonischek, l.) fordert eine Erklärung von Jo Weiß (Jürgen Vogel, r.). Quelle: ZDF und Martin Valentin Menke

Peter Simonischek spielt den einflussreichen BKA-Chef Kurt Herder, dessen Persönlichkeit sich dem Zuschauer erst auf den dritten Blick erschließt - eine Rolle, die für jeden Charakterschauspieler ein wahrer Leckerbissen ist. Über seine Rolle und seine Zusammenarbeit mit Matti Geschonneck berichtet er im Folgenden.


ZDF: Herr Simonischek, bitte beschreiben Sie kurz Ihre Rolle als BKA-Chef Kurt Herder.

Peter Simonischek: Ein auf den ersten und zweiten Blick seriöser Beamter ....


ZDF: Welche Aspekte an dieser Figur haben Sie gereizt und den Ausschlag gegeben, diese Rolle anzunehmen?

Simonischek: Der dritte Blick auf den "seriösen" BKA-Chef.


ZDF: Nichts ist wie es scheint. Jeder beschuldigt jeden. Alles Fiktion oder ist auch ein Funke Wahrheit enthalten beziehungsweise vorstellbar?

Simonischek: Vorstellbar, ja, aber nur bei unseren Nachbarn.


ZDF: "Tod in Istanbul" ist Ihre erste Zusammenarbeit mit Matti Geschonneck. Inzwischen haben Sie einen weiteren Film mit ihm abgedreht. Was zeichnet Matti Geschonneck und seine Arbeitsweise aus Ihrer Sicht aus?

Simonischek: Matti Geschonneck ist ein einfühlsamer, erfahrener Regisseur und ein warmherziger Mensch. Man fühlt sich gut aufgehoben in seiner Arbeit. Sie sind als einer der vielseitigsten und beliebtesten Schauspieler auf allen wichtigen deutschsprachigen Theaterbühnen zu Hause, aber auch immer wieder in Kino- und Fernsehproduktionen zu sehen.


ZDF: Wie wichtig ist es Ihnen sowohl in Theater- als auch in Film- und Fernsehproduktionen mitzuwirken?

Simonischek: In beiden Medien zu arbeiten bedeutet eine wesentliche Bereicherung in der Ausübung des Schauspielerberufes. Es sind unterschiedliche Fähigkeiten gefragt.


ZDF: Nach welchen Kriterien wählen Sie Ihre Rollen aus? Gibt es für Sie noch so etwas wie DIE Traumrolle - eine Rolle, die Sie immer einmal spielen wollten?

Simonischek: Meine Film- und Fernsehrollen wähle ich nach der Uhr aus; nämlich nach der Zeit, die ich brauche, um das Drehbuch zu lesen. Die Theaterrollen nach den Produktionsbedingungen; mit welchen Partnern, mit welchem Regisseur, an welchem Theater, wie lange Probenzeit und wie lange wird das Stück gespielt wird. Die Traumrolle habe ich schon verpasst ... ich habe nie den Hamlet gespielt ...

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