Otto Mellies

Großer Schauspieler und Synchronsprecher

Otto Mellies kann mit Stolz auf über ein halbes Jahrhundert Theaterkunst zurückblicken. Nachdem er durch den Krieg einen Großteil seiner Familie verloren hatte, bewarb sich der damals 16-Jährige am Schweriner Theater. Seitdem gehört sein Leben der Bühne und seit Mitte der 50er Jahre auch dem Film. Daneben leiht er seine Stimme als Synchronsprecher auch internationelen Filmstars.

Otto Mellies wurde 1931 in Schlawe (Pommern) geboren. Von 1947 bis 1949 besuchte er die Staatliche Schauspielschule Schwerin. Danach spielte er zunächst in Neustrelitz, Stralsund, Rostock und Erfurt. In Stralsund trat Mellies 1951 erstmals in Lessings "Nathan der Weise" auf, damals in der Rolle des Tempelherrn. 1956 holte ihn Wolfgang Langhoff an das Deutsche Theater Berlin. Dem Ensemble dieses Hauses gehörte er 50 Jahre lang an.

Standardstimme von Paul Newman

Er war unter anderem in Ibsens "Peer Gynt", Sartres "Die Fliegen" und Strindbergs "Die Gespenstersonate" zu sehen. Wiederholt spielte er unter der Regie von Jürgen Gosch und Thomas Langhoff. Seit 1987 war er am Deutschen Theater viele Jahre als "Nathan der Weise" in einer Inszenierung von Friedo Solter zu sehen, in der auch Dieter Mann und Christine Schorn mitwirken.

Seit 1955 ist Otto Mellies auch vor der Filmkamera als Schauspieler tätig. Ein großer Erfolg war 1966 der DEFA-Film "Dr. Schlüter" mit Otto Mellies in der Titelrolle. Daneben arbeitete er auch als Synchronsprecher und avancierte nach dem Tod von Gert Günther Hoffmann zur Standardstimme von Paul Newman.

Autobiographie veröffentlicht

Des Weiteren lieh er Schauspielern wie Christopher Lee, Michael Gambon, Maximilian Schell, Omero Antonutti, Pierre Vaneck und Raf Vallone seine Stimme und wirkte auch in zahlreichen Hörspielen mit. 2010 hat Otto Mellies seine Autobiografie "An einem schönen Sommermorgen - Erinnerungen" veröffentlicht.

Seine jüngsten Produktionen sind der Kinofilm "Frei nach Plan" (2008), der TV-Film "Der Uranberg" (2010) und der aktuelle Fernsehfilm der Woche "Mord in bester Familie".

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