Ralph Herforth

Am liebsten Komiker

Ralph Herforths eigentliches Genre ist das Theater. Er stand schon auf zahlreichen Bühnen im deutschsprachigen Raum. 1992 unternahm er den Sprung von der Bühne auf die Leinwand - mit großem Erfolg. Obwohl er im Film oft den Fiesling spielt, liebt er komische und gewaltfreie Rollen. Privat ist der Wahllberliner leidenschaftlicher Sportler, der sich regelmäßig im Jogging, Windsurfen, Drachenfliegen übt.

Dr. Jan Borsche (Ralph Herforth) Quelle: ZDF

Ralph Herforth wurde 1960 fünf Minuten vor seinem Zwillingsbruder Jürgen in Herford geboren. Er besuchte von 1979 bis 1982 das renommierte Max-Reinhardt-Seminar in Wien und machte sich in den achtziger Jahren insbesondere in Bühnenproduktionen einen Namen. So trat er unter anderem am Berliner Schillertheater, am Stadttheater Heilbronn und an den Schauspielhäusern in Düsseldorf und Wien auf.

Arbeit mit namhaften Regisseuren

1992 gab Ralph Herforth in Lars Beckers "Schattenboxer" sein Leinwand-Debüt. In der Folge trat er in diversen Film- und Fernsehproduktionen auf. Dabei arbeitete er mit so namhaften Regisseuren wie Fatih Akin, Roland Suso Richter und Friedemann Fromm zusammen.

Im Kino war Ralph Herforth unter anderem in den Filmen "Knockin' On Heaven's Door" (1997), "Kurz und schmerzlos" (1998) und "Der Eisbär" (1998) zu sehen. In Dominik Grafs "Der Felsen" (2001) übernahm er eine der Hauptrollen. Große Resonanz fanden auch die erfolgreiche TV-Produktion "Das Herz ist rot" (2003) und die Serie "Bis in die Spitzen" (2005 und 2006). 2005 spielte Ralph Herforth in der internationalen Produktion "Aeon Flux" , danach folgten TV-Projekte wie "Can" unter der Regie von Züli Aladag und die ZDF-Produktion "Unter anderem Umständen" mit Natalie Wörner.

Simple Geschichte und private Tragödien

Im März 2006 begleitete Ralph Herforth den norwegischen Krimi-Autor Jo Nesbø während seiner Lesereise durch Deutschland und las die deutschen Texte. Für "Durch die Nacht mit Ralph Herforth und Dolph Lundgren" ließ sich Herforth von Action-Star Dolph Lundgren dessen Heimatstadt Stockholm zeigen. 2008 folgte ein Engagement für den Film "Speed Racer" unter der Regie von Andy und Larry Wachowski ("Matrix"-Trilogie).


Auf seine Lieblingsrollen angesprochen, verrät der Schauspieler, dass ihn lebensnahe, psychologisch einfühlsame Geschichten mehr interessieren als actionreiche Gewalt-Thriller: "Ich glaube, für jeden Schauspieler sind Rollen von Menschen in einem ganz alltäglichen Umfeld mit ganz alltäglichen Problemen ungleich interessanter als jeder Thrillertyp. In solchen Geschichten möchte ich spielen, simplen Geschichten, die nah an den privaten Tragödien sind. Das interessiert mich. Leise Drehbücher, Bücher mit wenig physischer Gewalt."

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