Schade um das schöne Geld

Komödie von Lars Becker

Ein idyllisches Nest an der Nordsee im Herbst - eine alte Fischfabrik, ein verlassener Badestrand, olle Kähne und jede Menge Träume von einem besseren Leben. Friesischer Alltag. Doch der gerät völlig durcheinander, als ein 25-Millionen Lottogewinn der dörflichen Tippgemeinschaft die Karten neu verteilt.

Uwe Ochsenknecht und Catrin Striebeck
Uwe Ochsenknecht und Catrin Striebeck Quelle: ZDF/Michael Boehme

Das verschlafene Dorf Greetsiel an der Nordsee - hier sagen sich nicht Fuchs und Hase, sondern Robbe und Hering Gute Nacht. Tristes friesisches Grau tagein, tagaus. Und so träumt Mirabel (Heike Makatsch) von einem besseren Leben für sich und ihren kleinen Sohn, während sie in der örtlichen Fischfabrik thailändische Krabben auf Tiefkühlpizza verteilt. Schufterei am laufenden Band, sozusagen. Fischfabrikant Klaas Jonkers (Uwe Ochsenknecht) sollte sich dagegen eigentlich nicht beschweren können.

Jackpot im Lotto

Die Fabrik läuft einigermaßen und er hat seine Angestellten im Griff - bisweilen sogar im Bett. Kein schlechtes Leben, wäre da nicht seine Frau. Bademeister und Surflegende Menno würde graue Kappelwellen und "friesische Deern" lieber gegen atlantische Brecher und "französische Mademoiselle" eintauschen, Bruno will endlich zum Busfahrer des Jahres gekürt werden und sogar Mirabels nichtsnutzige Brüder würden lieber in Florida herumlungern als Jonkers illegalen Müll im Wattenmeer zu verklappen. - Träume, nur Träume.

Aber dann kommt sie, die Chance, auf die alle gewartet haben. Die dörfliche Tippgemeinschaft knackt den Jackpot im Lotto. 25 Millionen! Genug für alle, sollte man meinen. Weit gefehlt! Denn Geld kann man nie genug haben. Und so beginnt das große Hauen und Stechen um die Beute. Jeder gegen jeden - egal mit welchen Mitteln - Hauptsache, das Geld geht nicht an die Anderen. Wer da nicht gut gerüstet ist, bleibt auf der Strecke. Mirabel und Menno sind die ersten. Sie werden vom Gewinn ausgeschlossen und müssen mit ansehen, wie ihre Anteile in den gierigen Händen der Mitspieler verschwinden. Schade um das schöne Geld!

Friesisch herber Showdown

Als sich Menno seine Beteiligung am Profit ausgerechnet durch eine Liaison zu Mirabels bester Freundin Gloria sichert, schmiedet Mirabel ihren eigenen Plan und setzt dabei auf den Geiz und die Profitsucht, der sie zuvor zum Opfer gefallen ist: Unter falschem Namen und mit Hilfe ihres Jugendfreundes Bruno ködert sie Menno und Gloria mit einem Investment-Angebot und bringt sie dazu, 200.000 Euro auf das Konto einer Scheinfirma zu überweisen. Geld, das sie niemals wiedersehen werden.

Nicht viel besser ergeht es Fischfabrikant Jonkers, der kurz darauf Besuch von der Umweltbehörde bekommt. In Verkleidung presst Bruno ihm im Wissen um Jonkers Umweltsünden einen dicken Batzen Geld ab. Doch wer nun denkt, der Kuchen wäre damit verteilt, hat die Rechnung ohne Mirabels Brüder gemacht. Ebenso planlos wie effektiv sichern auch sie sich ihren Platz an der Sonne in einem friesisch herben Showdown ...

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