"Siebert trägt seine Motivation nicht offen zur Schau"

Fragen an Friedrich von Thun

Friedrich von Thun spielte einen erfolgsverwöhnten Geschäftsführer und Patriarchen der alten Schule: Er führt ein Maschinenbauunternehmen in alter Tradition. Macht und Machtlosigkeit verbinden sich in seiner Figur. Auf der einen Seite ist er ein knallharter Rechner, auf der anderen Seite unterliegt er seinen eigenen Eitelkeiten und Machtgelüsten.


ZDF: Der Film mit Ihnen in einer Hauptrolle ist ein Wirtschaftskrimi, der schmale Grat zwischen Legalität und Kriminalität wird auch im Alltag von Unternehmern oft gegangen. Was hat Sie an der Rolle gereizt?


Friedrich von Thun: Es war nicht nur die Rolle, auch das gute Buch, der gute Regisseur und die wunderbaren Partner haben mich überzeugt ... Die Drehbuchfiguren fordern ja von Schauspielern ein Hineindenken in die Figur.


ZDF: Zwar ist Rüdiger Siebert eine Fiktion, aber was hielten Sie von ihm, würde er Ihnen im realen Leben begegnen?



von Thun: Ich weiß nicht, ob ich einem "Siebert" schon begegnet bin, denn ein "Siebert" trägt ja seine Motivation nicht offen zur Schau.



ZDF: Persönliche Eitelkeiten, das Begleichen alter Rechnungen, Männerfreundschaften, die eigentlich das Gegenteil sind. Im Film sind das Antriebe für das Handeln von Siebert und Altkirch. Realistisch oder nicht, was glauben Sie?


von Thun: Das ist sicher nicht ganz unrealistisch ...


ZDF: Ihre Filmografie von Kino- und Fernsehrollen ist sehr lang, sie haben viele ganz verschiedene Rollen gespielt, mehrere Auszeichnungen erhalten. Was würden Sie unbedingt spielen wollen?


von Thun: Immer wieder interessante Rollen in guten Drehbüchern mit guten Regisseuren und guten Partnern ...

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