Ulrich Noethen

Bei Jung und Alt beliebt

Ulrich Noethen hat den klassischen Weg auf die Leinwand hinter sich: Nach der Schauspielausbildung und Theaterengagements bei renommierten Regisseuren spielte Noethen seine ersten Rollen für das Fernsehen und schließlich sehr erfolgreich auch auf der Kinoleinwand. Kontinuierlich avancierte der doppelte Grimme-Preis-Träger mit seinem Talent für unterschiedlichste Charakterinterpretationen zu einem der vielseitigsten Darsteller des deutschen Kinos.

Ulrich Noethen, in München geboren und im Schwäbischen aufgewachsen, studierte Schauspiel an der Stuttgarter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. Nach seinem Bühnen-Debüt 1986 an den Städtischen Bühnen in Freiburg im Breisgau wechselte er 1988 ans Kölner Schauspiel. Dort spielte er unter anderem in "Butterbrot" (Regie: Joachim Lux), "Hamlet" (Regie: Frank Castorf) und "Liebe Jelena Sergejewna" (Regie: Max Färberböck). Von 1989 bis 1993 war Noethen dann bei den Staatlichen Schauspielbühnen Berlin unter Vertrag, wo er Parts in "Faust" (Regie: Alfred Kirchner), "Böhmen am Meer" (Regie: Thomas Langhoff) und "Ein Sommernachtstraum" (Regie: Hans Neuenfels) übernahm.

Auftritte im Fernsehen

Mitte der neunziger Jahre war Noethen dann auch im Fernsehen zu sehen. Nach einem Gastspiel in der ARD-Serie "Die Partner" wurde Dominik Graf auf ihn aufmerksam und verpflichtete ihn für den Kult-Tatort "Frau Bu lacht" und die Folge "Das Loch in der Wand" der Krimi-Reihe "Sperling".

Es folgten weitere TV-Arbeiten wie die Komödie "Busenfreunde" oder der Thriller "Der Skorpion". Für seine Rolle in Mark Schlichters Road Movie "Der Ausbruch" wurde Noethen 1997 sowohl mit dem Goldenen Löwen als auch dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet. 2001 wirkte Noethen an der Seite von Corinna Harfouch in Hark Bohms TV-Zweiteiler "Vera Brühne" mit.

Preise und Publikumserfolge

Im Jahre 1997 holte ihn schließlich Joseph Vilsmaier auf die Leinwand. Als Harry Frommermann feierte Ulrich Noethen mit der beschwingten Musik-Biografie "Comedian Harmonists" seinen bis dahin größten Publikumserfolg und wurde obendrein mit hochkarätigen Auszeichnungen bedacht. So erhielt er nicht nur den Bayerischen Filmpreis, sondern auch den Bundesfilmpreis in der Kategorie "Bester männlicher Hauptdarsteller". Es folgten weitere Kinoproduktionen wie Didi Danquarts Drama "Viehjud Levi" (1998), Anno Sauls "Grüne Wüste" (1998), Xavier Kollers Literaturverfilmung "Gripsholm" (1999), Dani Levys "Väter" und der mexikanische Kinofilm "Francisca" unter der Regie von Eva López-Sánchez (2001).

Als Herr Taschenbier begeisterte der Schauspieler in Ben Verbongs außerordentlich erfolgreichem Kino-Märchen "Das Sams" Jung und Alt, eine Leistung, die ihm 2001 erneut den Bayerischen Filmpreis als bester Schauspieler einbrachte. Es folgten die Kinofilme "Viehjud Levi", "Grüne Wüste", "Beresina", "Bonhoeffer", "Gripsholm" und "Väter". Außerdem erfreute er Kinder und Erwachsene mit "Bibi Blocksberg" und "Das fliegende Klassenzimmer".

Noethen als "Tabor Süden"

Für seine Rollen in "Silberhochzeit" und "Die Luftbrücke - Nur der Himmel war frei" gewann Ulrich Noethen 2006 die Goldene Kamera als bester Schauspieler. Für "Die Luftbrücke" wurde er außerdem mit dem Deutschen Fernsehpreis als bester Schauspieler in einer Nebenrolle geehrt. 2009 erhielt er den Adolf-Grimme-Preis für seine Darstellung in "Teufelsbraten". In der ZDF-Verfilmung von Friedrich Anis Erfolgskrimireihe um Tabor Süden spielt er im ZDF 2009 die Titelrolle. Für seine Darstellung in der Folge "Kommissar Süden und der Luftgitarrist" wurde er dieses Jahr ebenfalls mit dem Adolf-Grimme-Preis geehrt.

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