Ulrike Kriener

Eine Ausnahmeschauspielerin

In Dramen und Komödien sind Frauen mit Tiefgang ihr Fach: Ulrike Kriener gehört dank ihrer enormen Wandelbarkeit zu den meistbeschäftigsten Charakterdarstellerinnen Deutschlands. Ihre besondere Fähigkeit, den Zuschauer die innere Dramatik hinter der Alltäglichkeit spüren zu lassen, trug ihr das einhellige Lob von Publikum und Kritik für mittlerweile mehr als 70 Fernseh- und Kinofilme ein.

Ulrike Kriener Quelle: ZDF

Ausgangspunkt der Karriere von Ulrike Kriener war die Hamburger Schauspielschule, die sie von 1976 bis 1979 besuchte. Ein festes Engagement am experimentierfreudigen Stadttheater Moers schloss sich an. 1983 zog es die gebürtige Bottroperin in den Süden Deutschlands, wo sie in Freiburg drei Jahre in einer eigenen Theatergruppe spielte, am dortigen Stadttheater und später im Residenztheater München gastierte.

Ehrentitel "Ausnahmeschauspielerin"

Ein Film machte sie schließlich in ganz Deutschland bekannt: Doris Dörries Leinwandhit "Männer" katapultierte Ulrike Kriener und ihre Partner Heiner Lauterbach und Uwe Ochsenknecht in die erste Riege der Film- und Fernsehdarsteller. Den Ehrentitel "Ausnahmeschauspielerin" erwarb sich Ulrike Kriener mit Arbeiten wie dem mehrfach preisgekrönten ZDF-Fernsehfilm "Der Hammermörder", in dem sie 1990 unter der Regie von Bernd Schadewald agierte. Ihre Leistung als Ehefrau des Täters, die "quälend langsam Stück für Stück die Wahrheit über ihren Mann erkennen muss" (www.prisma-online.de). wurde mit einem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet.

Besondere Beachtung verdienen auch jene Filme, in denen sie Frauen verkörperte, die aus einem wohlgeordneten Leben herausgerissen und jäh mit ihren psychischen Abgründen konfrontiert wurden. Für die Rolle einer Berliner Sozialarbeiterin, die gemeinsam mit ihrer Tochter bei einer "Reise in die Nacht" (ZDF, Regie: Matti Geschonneck) einen Horrortrip erlebt, erhielt Ulrike Kriener 1998 den "Telestar". 2000 machte als traumatisierte U-Bahn-Fahrerin von sich reden mit dem ZDF-Fernsehfilm "Am Ende des Tunnels", für das ihr Mann Georg Weber das Drehbuch geschrieben hatte.

Spröde Krimiheldin

Ihr komisches Talent, das sie beinahe unmittelbar im Anschluss daran in Vivian Naefes Komödie "Männer häppchenweise" unter Beweis stellte, wurde 2003 mit dem Deutschen Fernsehpreis für die beste Nebenrolle ausgezeichnet. Im März desselben Jahres ging sie zum ersten Mal als "Kommissarin Lucas" für die gleichnamige ZDF-Reihe im idyllischen Regensburg erstmals auf Verbrecherjagd. Ulrike Kriener liegt die Rolle der spröden und toughen Krimiheldin: "Sie ist emotional beherrscht, sie kann ihre Gefühle für die Arbeit unterdrücken. Diese gewisse Strenge hat mir gefallen". Bis heute war sie bereits in 15 Episoden der Krimireihe zu sehen. 2005 wurde sie beim internationalen TV-Festival im französischen Reims für ihre Kommissarin als beste Schauspielerin ausgezeichnet.

Fortsetzung von "Butter bei die Fische"

Unlängst hat sie an der Seite von Peter Heinrich Brix als Pastor Hans-Uwe Petersen die Fortsetzung von "Butter bei die Fische" unter dem Titel "Nägel mit Köppen" abgedreht. Dort wird ihr nahegelegt, den Pastor doch endlich zu heiraten, mit dem sie in wilder Ehe lebt.

Im Bereich Charity ist Ulrike Kriener seit 2007 als "Pink Ribbon"-Botschafterin der Estée Lauder Companies und seit Juni 2009 als bundesweite Schirmherrin für die Malteser Kinder- und Jugendhospizarbeit tätig.

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