Wolfgang Stumph

Prototyp des Sachsen und Publikumsliebling

Schlitzohrig betrachtet er die Merkwürdigkeiten der Welt. Damit verleiht er seinen Rollen einen unverwechselbaren Charakter. Wolfgang Stumph ist ein Volksschauspieler und Publikumsliebling, wie er im Buche steht. Als Prototyp des Sachsen sorgt er für Unterhaltung im Kabarett, im Fernsehen und im Kino. Mit Fernsehserien wie "Salto Postale" und Filmen wie "Go Trabi Go" brillierte Stumph mit seinem hintergründigen Humor, mit "Stubbe - Von Fall zu Fall" erreichte er auch im Krimigenre Kultstatus.

Wolfgang Stumph wurde 1946 in Wünschelburg (Schlesien) geboren. Vor seiner staatlichen Schauspielausbildung in der DDR absolvierte er ein Studium der Ingenieurpädagogik.

Der "kleine Mann" als Paraderolle

Sein Entschluss, auf die Bühne des Dresdner Kabaretts "Die Herkuleskeule" zu gehen, bildete den Grundstein seines schauspielerischen Schaffens. Seine Paraderolle wurde die des "kleinen Mannes", eben eines prototypischen Sachsen, der es versteht, hinter einfachen Sätzen Systemkritik zu verbergen.

Wandelbarer Mime

Gegen Ende der 1980er Jahre gelang Wolfgang Stumph der Sprung in die Fernsehunterhaltung mit komödiantischen Gastauftritten als "Beutelgermane Stumpi" mit DDR-typischem Dederon-Beutel in Gunther Emmerlichs "Showkolade". "Salto Postale" wurde 1995 mit dem Telestar (Deutscher Fernsehpreis) sowie 1996 und 1999 mit dem Publikumspreis Goldene Henne ausgezeichnet. In neuer Umgebung ging die Sitcom 1996 unter dem Namen "Salto Kommunale" weiter bis 2001. Seit 1995 ist Wolfgang Stumph als Kommissar Stubbe in der ZDF-Krimi-Reihe "Stubbe - Von Fall zu Fall" zu sehen. Seine Tochter Stephanie unterstützt dabei den Vater in der Rolle von Stubbes Tochter. Die Krimireihe avancierte zu den erfolgreichsten Krimis im ZDF in den 1990er und in den folgenden Jahren. In einer Doppelrolle in dem Film "Der Job seines Lebens" (2003) gelang Wolfgang Stumph ein weiterer komödiantischer Fernseherfolg. Mit dem Kinofilm "Bis zum Horizont und weiter" (1999) und in den Fernsehproduktionen "Ein Stück vom Glück" (2001) und "Eine Liebe in Königsberg" (2006) entstanden Filme, in denen er aus der rein komödiantischen Rolle heraus fällt. Ab 1991 trat Stumph parallel in seinem Kabarett-Programm "Antrak auf STUMPHsinn" auf. Im ZDF war Wolfgang Stumph 2009 als deutscher Tourist in Thorsten Näters Wüstenthriller "40 Tage Angst" zu sehen. Im gleichen Jahr stand er für die Rolle des Vater Bergheim in der Liebeskomödie "Salami Aleikum" vor der Kamera. Seine dramatische Seite zeigte er 2011 in Markus Rosenmüllers Heimatfilm "Stilles Tal".

Seit Jahren engagiert sich Wolfgang Stumph für ein Kinderheim im sächsischen Volkersdorf und einen Dresdner Förderkreis für krebskranke Kinder. Auch ist er Kuratoriumsmitglied der Dresdner Kinderhilfe e.V. sowie seit 2000 ehrenamtlicher Mitarbeiter für UNICEF. Anfang 2011 kam er bei der Wahl des beliebtesten Volksschauspielers hinter Heidi Kabel, Jan Fedder und Willi Millowitsch auf den 4. Platz.


Auszeichnungen - eine Auswahl:





-  1995 TeleStar für "Salto postale"
- 1996, 1999 und 2003 Publikumspreis Goldene Henne
- 2004 Bayerischer Fernsehpreis für "Stubbe - Von Fall zu Fall"
- 2005 Bremer Till-Eulenspiegel-Satirepreis
- 2010 Ehrenpreis Das große Kleinkunstfestival



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