"Besonders das Traktorfahren hat mir großen Spaß gemacht"

Interview mit Schauspielerin Simone Thomalla

In "Für immer Frühling" wird die bayerische Familie Lechner hart vom Schicksal getroffen, als Inge, die Bäuerin und Mutter, wegen einer Krebserkrankung ins Krankenhaus muss. Unterstützung erhält sie durch die engagierte Krankenschwester Katja Baumann, gespielt von Simone Thomalla, die spontan auf dem Hof aushilft. Im Interview erzählt die Schauspielerin über die Dreharbeiten auf dem Lande und über das Berufsfeld einer Dorfhelferin.


ZDF: Was hat Sie an der Rolle der Katja Baumann gereizt?


Simone Thomalla: Katja Baumann ist eine moderne Frau: Mutter, Ehefrau, und sie hat ein erfülltes Berufsleben. In der Geschichte erlebt sie privat als auch beruflich große Veränderungen, ist eine Kämpfernatur mit viel Gefühl und einem großen Einsatz! Katja "wandert" durch komödiantische, dramatische und sehr emotionale Momente.


ZDF: Kannten Sie bereits das Berufsfeld einer Dorfhelferin?
Simone Thomalla: Nein, ich als absolutes Stadtkind hatte von diesem Berufsbild vorher noch nichts gehört, habe mich dann aber als Vorbereitung auf meine Rolle natürlich eingelesen und sehr intensiv damit auseinander gesetzt. Wir hoffen auch, dass durch unseren Film auf dieses wirklich notwendige Berufsbild aufmerksam gemacht wird.


ZDF: Konnten Sie schon Traktorfahren oder Kühe melken?


Simone Thomalla: Weder das eine noch das andere! Ich habe mich auf den Traktor gesetzt und bin los geknattert - wenn man so will: Ein Naturtalent. Besonders das Traktorfahren hat mir großen Spaß gemacht! Und in der heutigen Zeit wird ja "nur noch" vorgemolken! Alles andere erledigt dann die Melkmaschine! Aus diesem Grund musste ich also leider nicht melken lernen.


ZDF: Haben die Arbeiten auf dem Hof Spaß gemacht?


Simone Thomalla: Bei Dreharbeiten ist es immer besonders spannend, wenn man in Bereiche eintauchen kann, mit denen man sonst so gar keine Berührungspunkte hat. Ich habe seit den Dreharbeiten einen großen Respekt vor allen Menschen, die einen Bauernhof bewirtschaften. Morgens noch vor dem Hahn aus den Federn und abends erst ins Bett, nachdem die letzte Sau versorgt ist. Eine neue Erfahrung war für mich, dass wir uns während des Drehs nicht nur nach der Regie richten mussten, sondern auch danach, wann die letzte Kuh sich bequemte, ihren Popo von A nach B zu bewegen.
ZDF: Sie sind in Berlin zu Hause. Könnten Sie auf einem Bauernhof oder auf dem Land leben?


Simone Thomalla: Ich bin ein absolutes Stadtkind und könnte mir zur jetzigen Zeit ein Leben auf dem Land nicht vorstellen! Bei den Dreharbeiten hat es viel Spaß gemacht, mit Gummistiefeln, Latzhose und dem ganzen Vieh Bekanntschaft zu machen. Aber ganz ehrlich war ich auch froh, nach Abschluss der Dreharbeiten wieder zu Hause in Berlin sein zu können.


ZDF: Wie viel Simone Thomalla steckt in der Rolle? Sind Sie privat auch eine, die die Ärmel hochkrempelt?


Simone Thomalla:
In jeder Rolle steckt ein Stück Simone. Ich bin keine Frau, die die Hände in den Schoß legt und mit sich "machen lässt"! Katja Baumann ist zupackend und hat Humor, zwei Eigenschaften, die auch ich habe!


ZDF: Wie war der Dreh mit Jonas Holdenrieder?


Simone Thomalla: Jonas ist ein zauberhafter Junge und wir hatten viel Spaß miteinander! Wenn man mit Kindern dreht, braucht es meist eine gewisse Anlaufzeit und von uns "Großen" ein wenig Hilfe. Jonas und ich waren jedoch vom ersten Drehtag an ein zusammengeschweißtes Team ohne Berührungsängste. Der kleine Mann hat mir sehr vertraut, und somit war die Arbeit mit ihm für mich ein ganz großes Vergnügen.

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