Honigfrauen

Alle Infos zum Event-Dreiteiler

Sommer, Sonne und die Sehnsucht nach Freiheit im Jahr 1986: Voller Hoffnung auf ein unbeschwertes Leben fernab des heimischen DDR-Regimes und unbeobachtet von ihren Eltern machen sich die Schwestern Maja und Catrin auf den Weg an den Balaton. Doch schon bald geraten die beiden unter Beobachtung der so genannten Balaton-Brigade.

"Honigfrauen - 1. Urlaub im Paradies": Catrin Streesemann (Cornelia Gröschel) und Maja Streesemann (Sonja Gerhardt), die ein Pappschild mit der Aufschrift "Balaton" in der Hand hält, heben ihren Daumen, um per Anhalter mitgenommen zu werden.

Der süßlich-unschuldige Duft von Sonnencreme

Der dreiteilige Fernsehfilm "Honigfrauen" mit Cornelia Gröschel, Sonja Gerhardt und Anja Kling erzählt die Geschichte zweier Schwestern aus der DDR, Maja und Catrin, die sich im Sommer 1986 voller Vorfreude und Erwartungen, auf den Weg machen zum ungarischen Plattensee. Dorthin, wo bereits vor der Wende Ost- und Westdeutsche Seite an Seite den Sommer genießen. Und die Geschichte ihrer Mutter, die ein dunkles Geheimnis dazu bewegt, ihren Töchtern hinterher zu reisen, um das Ärgste zu verhindern. Nicht ahnend, dass es noch viel schlimmer kommen soll.

Denn die Einsätze sind hoch. Schon allein, weil die DDR-Staatssicherheit mit ihrer "Balaton-Brigade" vor Ort mit Spitzeln in Badehose aufpasst, dass die Fluchtversuche in den Westen nicht überhandnehmen. Für Maja und Catrin,dargestellt von Cornelia Gröschel und Sonja Gerhardt, wird das beste Haus am Platz, ein Hotel für Westler, schon bald zum verbotenen Sehnsuchtsort mit magischer Anziehungskraft. Was mit zwei unschuldigen Urlaubsflirts beginnt, wird zu einer Zerreißprobe für die Schwestern. Und am Ende zu einer Entscheidung, auf welcher Seite sie stehen – politisch wie emotional.

Alle Sendetermine auf einen Blick
Teil 1: Urlaub im Paradies 23. April 2017 So 20:15 Uhr
Teil 2: Verrat im Paradies 30. April 2017 So 20:15 Uhr
Teil 3: Hochzeit im Paradies 7. Mai 2017 So 20:15 Uhr

Zeitgeschichte einmal anders mit einem beeindruckenden Ensemble

Die originäre Grundidee dieses Dreiteilers ist das Bild des Plattensees als Bühne einer emotionalen Familiengeschichte, in deren Verwerfungen sich deutsch-deutsche Zeitgeschichte einmal anders spiegelt – in Bikini und Badehose. Autorin und Produzentin Natalie Scharf schildert eine Familie, die sich in Frage stellen muss: ihre Zugehörigkeit, ihre Liebe füreinander und ihre gemeinsame Vergangenheit.

In dem beeindruckenden Darstellerensemble bestechen neben Cornelia Gröschel und Sonja Gerhardt vor allem Anja Kling mit dem sehr berührenden Porträt einer Frau, die unter ihrer zupackenden Lebenslust ein dunkles Geheimnis trägt, und Götz Schubert, der ihren vor lauter Lebenslügen gestellten Mann spielt. Franz Dinda tritt auf als schillernd-undurchsichtiger Camping-Freund, Stipe Erceg als Hotelchef mit Doppelleben und Dominik Raacke als Kirstens Jugendliebe, die im Westen zwar Freiheit gewonnen hat, aber kein Glück.

Catrin (Cornelia Gröschel, M.) erzählt ihren fassungslosen Eltern Kirsten (Anja Kling, r.) und Karl (Götz Schubert, l.), was sie über den, bei einem Fluchtversuch tödlich verunglückten, Mann weiß.
Catrin (Cornelia Gröschel, M.), (Anja Kling, r.) und Karl (Götz Schubert, l.) am Campingtisch Quelle: ZDF und Leo Pinter

Besonderes Augenmerk auf Kostüm und Ausstattung

Mit der Farbenpracht der 80er-Jahre und dem bei aller Verheißung leicht abblätternden Charme eines Urlaubsziels, das für die Westdeutschen nach Italien und Spanien allenfalls zweite Wahl war, ist "Honigfrauen" ein Kostüm- und Ausstattungsfilm ersten Ranges. (Maria Schicker, Kostüm, und Frank Godt, Szenenbild). Regisseur Ben Verbong führt mit Leichtigkeit und Neugier für die feinen und auch groben Risse im Alltäglichen durch die komplexen Bewegungen der Charaktere – auch dahin, wo es schmerzhaft wird.

"Detailgetreu bis hin zu den Wäscheklammern" - Statements von Machern und Schauspielern

Wie ein langer Sommerurlaub ...

Für einen langen Sommerurlaub und für drei Sonntage bieten die "Honigfrauen" aus Sicht der betreuenden Redakteure Alexander Bickel und Corinna Marx eine große, horizontale Erzählung mit einer Perspektive für den zeitgeschichtlichen Kontext, aber auch auf Augenhöhe mit den Figuren erzählt. Kurz: ein Stoff in der Tradition anderer Mehrteiler im ZDF und doch mit einer wesentlichen Besonderheit: dem süßlich-unschuldigen Duft von Sonnencreme.

Kirsten (Anja Kling), Catrin (Cornelia Gröschel) und Rudi (Franz Dinda) sitzen am Lagerfeuer und halten Stöcke darüber.
Kirsten (Anja Kling), Catrin (Cornelia Gröschel) und Rudi (Franz Dinda) am Lagerfeuer

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