"Strategisches Denken und kalte Rache"

Kurzinterview mit Schauspieler Thomas Sarbacher

In der neuen Folge "Marie Brand und die Dame im Spiel" spielt Thomas Sarbacher den ehemaligen Schachmeister und Querschnittsgelähmten Stirner. Der hochintelligente und zynische Mann gerät trotz seiner körperlichen Einschränkung in Mordverdacht. Wie es für den Hamburger Schauspieler war, einen solchen Charakter zu spielen, verrät er in diesem Gespräch.


ZDF: Herr Sarbacher, wie würde Sie Ihre Rolle charakterisieren und war es das erste Mal, dass Sie in einem Rollstuhl spielten?


Thomas Sarbacher: Meine Figur des Schachmeisters ist zäh, herausfordernd, arrogant, zynisch, weil angreifbar, desillusioniert. Ich habe vorher schon einmal in einem Rollstuhl gespielt, allerdings nicht so vollständig der Bewegungsmöglichkeiten beraubt, wie in diesem Fall. Das kostet schon sehr viel Energie, weil man gezwungen ist, ohne körperlichen Ausdruck zu agieren.


ZDF: Empfanden Sie das Gefühl, mit dem Rollstuhl unter Wasser zu sein, als bedrohlich?


Sarbacher: Als ich von meinem Gegenspieler mit dem Rollstuhl in das Schwimmbecken gestoßen wurde, hatte die Vorstellung, was wäre, wenn dies jetzt nicht Film wäre, etwas Bedrohliches, dem "Untergang" im Sinne des Wortes preisgegeben zu sein. Immerhin war das Wasser warm.


ZDF: Spielen Sie eigentlich Schach?


Sarbacher: Ich persönlich spiele ein wenig Schach, leider überhaupt nicht gut, dennoch war es nicht weiter schwer, sich da rein zu finden. Es hat Spaß gemacht, das strategische Denken zu üben, hier im Zusammenspiel mit kalkulierter Rache.

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