"Wer nicht hören will, muss fühlen"

Kurzinterview mit Schauspieler Manfred Zapatka

Manfred Zapatka schlüpft in "Marie Brand und die Dame im Spiel" in die Rolle eines Vaters, der den grausamen Tod seiner Tochter rächen will - dabei kommen ihm seine früheren Kontakte in die Unterwelt zu Gute. Für den gebürtigen Bremer ist diese Figur eine Traumrolle. Warum das so ist erklärt er in diesem Interview.


ZDF: Herr Zapatka, Sie spielen häufig eher undurchsichtige Charaktere - was zeichnet Ihre Figur Bülow in dieser Marie Brand-Folge aus?


Manfred Zapatka: Es ist eine unglaublich wunderbare Rolle, die ich in diesem Film spiele! Sie hat mir großen Spaß gemacht, und das nicht nur, weil ich sehr nette Kollegen hatte. Ich kannte die Reihe "Marie Brand" - sie gefiel mir schon immer gut. Ich spiele in dieser Folge einen Mann - Herrn Bülow -, der sich von seinem früheren Leben, in dem er nicht ganz sauber war, zurückgezogen hat.


Durch den überraschenden wie grausamen Tod seiner Tochter ist er gezwungen, wieder Kontakt zur Unterwelt zu knüpfen, weil er ihren Mörder finden will. Seine Tochter kam zwar erst als Erwachsene in sein Haus und lebte nur zwei Jahre bei ihm, wollte aber - und damit war sie wie ihr Vater - auf die Schnelle Geld verdienen. Das hat sie leider ihr Leben gekostet.


ZDF: Deshalb ermittelt er auf eigene Faust?


Zapatka: Ja, denn trotz seiner sehr guten Kontakte zur Polizei misstraut Bülow dieser. Bülow mag vielleicht hart, verbittert oder gar zynisch wirken, wenn er zum Beispiel seine Katze unter Wasser drücken lässt. Er betrachtet sie aber wie einen Menschen, und das ist vielleicht seine Lebenseinstellung: Wer nicht hören will, muss fühlen ...

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