Die Sendung vom 17. Mai 2017

Eine verdeckte Leiche am Tatort in München.

Gesellschaft | Aktenzeichen XY... ungelöst - Die Sendung vom 17. Mai 2017

Sehen Sie das Video am Mittwoch nach der Sendung ab ca. 23 Uhr bis zum Sonntag, 21. Mai. Es ist ganztags und weltweit abrufbar.

Datum:
Sendungsinformationen:
Im TV und hier im Livestream: ZDF, 17.05.2017, 20:15 - 21:45
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2017
Altersbeschränkung:
Freigegeben ab 12 Jahren

Neue Fragen zum Oktoberfest-Attentat

Es ist der wohl verheerendste Anschlag der deutschen Nachkriegsgeschichte: Das Oktoberfest-Attentat in München 1980. Generalbundesanwaltschaft und Landeskriminalamt Bayern haben die Ermittlungen wieder aufgenommen und stellen jetzt, fast 40 Jahre danach, neue Fragen.

Am 26. September 1980 detoniert kurz nach 22 Uhr eine Bombe am Haupteingang des Oktoberfests. 13 Menschen sterben, mehr als 200 werden teils schwer verletzt. Relativ schnell steht Gundolf Köhler als Täter fest. Der damals 21-Jährige kommt bei der Explosion ums Leben. Die Polizei hat nun Fragen zu seiner Person und den Vorbereitungen der Tat. Möglicherweise lässt sich die Einzeltätertheorie durch neue Zeugenaussagen widerlegen.

Foto von Gundold Köhler
Der 21-jährige Gundolf Köhler wird von der Polizei für das Oktoberfest-Attentat verantwortlich gemacht. Quelle: LKA München

Gundolf Köhler dürfte am Tattag gegen 17 Uhr in München angekommen sein. Zeugen sahen Gundolf Köhler ab 21 Uhr in der Nähe des Tatorts. Etwa um 21.45 Uhr sieht ein Zeuge Gundolf Köhler beim so genannten "Brausebad", einer Verkehrsinsel in der Nähe des Oktoberfests. Der Zeuge wollte Köhler ansprechen. Doch bevor dies geschah, sprach Köhler zwei andere junge Männer an. Die Explosion fand etwa eine halbe Stunde später, kurz nach 22 Uhr, statt. Einen Tag später, am 27. September 1980, wurde Gundolf Köhlers Wagen unweit des Tatorts aufgefunden.

Zuständig: LKA München, Soko „26. September“, Telefon 089 / 12 12 19 80

Einbrecher legen Feuer

XY-Szenenfoto: Die Tat löste einen Großeinsatz der Feuerwehr aus.
XY-Szenenfoto: Die Tat löste einen Großeinsatz der Feuerwehr aus. Quelle: Securitel

Am 26. August 2016 bricht in einem Haus in Lebach ein Unbekannter nachts ein, durchsucht mehrere Räume – und entfacht im Keller ein Feuer. Es können auch mehrere Einbrecher beteiligt gewesen sein. Die giftigen Rauchgase lassen den Hausbesitzer bewusstlos zusammenbrechen. Vermutlich wollte der Einbrecher mit dem Brand Spuren vernichten. Nachbarn alarmieren Polizei und Feuerwehr, die das Leben des Hausbesitzers retten.

Die Polizei sucht dringend einen Mann, der während des Feuerwehreinsatzes ein Taxi in die Straße bestellt hat, in der auch der Tatort liegt. Alles spricht dafür, dass er etwas mit der Brandstiftung zu tun haben könnte. Der Unbekannte lässt sich die wenigen Kilometer zum Bahnhof in Lebach bringen, obwohl um diese Zeit - gegen 3 Uhr nachts - kein Zug fährt. Die Taxifahrerin sieht noch, wie er den Bahnsteig betritt. Hier wird er von einer Überwachungskamera gefilmt.

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, ist eine Belohnung von 1500 Euro ausgesetzt.
Zuständig: Kripo Saarbrücken Tel. 0681 / 962 19 19

Rentner tödlich verletzt

Am Abend des 12. April 2017, kurz nach 23 Uhr, geht bei der Polizei ein anonymer Notruf ein. Ein Mann verweist auf einen Rentner in Bayreuth, der angeblich verletzt worden sein soll. Tatsächlich findet wenig später die Polizei das 88-jährige Opfer, das schließlich seinen schweren Verletzungen erliegt. Schnell wird klar, dass der Senior Opfer eines Raubmords wurde.

Nur zwei Straßen entfernt hatte ein Zeuge in der Tatnacht zwischen 20 und 21 Uhr zwei Männer beobachtet, die sich in Richtung Tatort bewegten. Die Polizei glaubt, dass die beiden Männer wichtige Zeugen sein könnten und bittet diese, sich dringend zu melden. Von einem der Männer gibt es eine Beschreibung.

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt.
Zuständig:
Kripo Bayreuth, Soko „Inn“ , Telefon: 0921 – 506 24 33

 Mit dem Auto verschwunden

XY-Szenenfoto: Der Vermisste verlor sein Herz an eine Prostituierte. Wurde ihm das zum Verhängnis?
XY-Szenenfoto: Der Vermisste verlor sein Herz an eine Prostituierte. Wurde ihm das zum Verhängnis? Quelle: Securitel

Er wollte nur kurz etwas einkaufen. Doch in dem nur wenige Kilometer entfernten Geschäft im österreichischen Seebach kommt ein Mann nie an. Seit 2003 fehlt von dem damals 43-Jährigen jede Spur. Der damals alleinstehende Mann hatte sich in eine Prostituierte verliebt und Andeutungen gemacht, dass er sie aus dem Rotlichtmilieu herausholen wolle. Am 16. Oktober 2003 geht er am späten Abend mit Freunden aus. Gegen Mitternacht trennen sich ihre Wege. Seine Nichte sieht ihn noch gegen 8.15 Uhr am darauffolgenden Morgen in der Nähe der Ortschaft Jauring. Seit damals fehlt von ihm und seinem Wagen jede Spur. Ein freiwilliges Verschwinden erscheint unwahrscheinlich: In seiner Wohnung wird später ein hoher Bargeldbetrag gefunden, von dem niemand etwas wusste. Hätte er einen Neuanfang geplant, hätte er das Geld sicher mitgenommen.

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung eines möglichen Verbrechens führen, ist eine Belohnung von 1500 Euro ausgesetzt.
Zuständig:
Bundeskriminalamt Österreich, Telefon 0043-(0)1- 24 836 98 50 25

Überfall auf Hausbesitzerin

XY-Szenenfoto: Wenn das Opfer mit Freunden ausging, legte es sämtlichen Schmuck an.
XY-Szenenfoto: Wenn das Opfer mit Freunden ausging, legte es sämtlichen Schmuck an. Quelle: Securitel

Am 15. Juni 2016 wird eine 76-Jährige in Hamburg-Schnelsen von einem vermeintlichen Postboten zu Hause überfallen und ausgeraubt. Vor der Tat warnte ein „Herr Meier“ das spätere Opfer, dass es beobachtet werde. Die Polizei bittet „Herrn Meier“ dringend, sich bei ihr zu melden. Die Frau hatte an dem Vormittag ein Paket erwartet und einem Mann vor ihrem Haus arglos die Tür geöffnet – im Glauben, es sei der Postbote. Als der Unbekannte sich auf die Frau stürzte und zusammen mit einem Komplizen das Haus durchsuchte. Sie erbeuteten Schmuck und Bargeld.

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, ist eine Belohnung von 2500 Euro ausgesetzt.
Zuständig:
LKA Hamburg, Tel. 040 / 42 86 50

Vergewaltigung in Berliner Café

Am Vormittag des 9. Februar 2017 wird eine Bedienung in einem Café in Berlin von einem Mann schwer verletzt und vergewaltigt. Die Tat wird von mehreren Überwachungskameras aufgezeichnet. Der Polizei gelingt es schnell, einen Tatverdächtigen zu ermitteln. Vermutlich ließ er seinen Ausweis auf einem der Tische des Cafés liegen. Demnach stammt der Tatverdächtige vermutlich aus Libyen und wurde erstmals 2015 im Bundesgebiet erfasst.

Belohnung: Für Hinweise, die zur Festnahme des Tatverdächtigen führen, ist eine Belohnung von 2000 Euro ausgesetzt.
Zuständig: LKA Berlin, Telefon 030 / 46 64 913 402

90-Jährige stirbt nach Raubüberfall

Eine 90-Jährige aus Wiesbaden-Biebrich wird nach einem Ausflug in der Innenstadt in ihrem Wohnhaus überfallen und ausgeraubt. Einen Tag nach der Tat stirbt sie an den Folgen des Angriffs. Die Kripo Wiesbaden fahndet nach dem Unbekannten.

Die Seniorin hatte an dem Tag ihr Sparbuch aktualisieren lassen. Mehrere Überwachungskameras zeichnen sie auf – auch, wie ihr ein unbekannter Mann folgt. Als die ältere Dame wieder zurück nach Wiesbaden-Biebrich fährt, folgt ihr der Mann vermutlich in einem Taxi. Im Hausflur greift er sie an und flüchtet mit den Einkäufen der Seniorin und 40 Euro Bargeld. Die Polizei sucht nun mit den Bildern aus der Überwachungskamera nach dem Unbekannten.

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens führen, ist eine Belohnung von 2000 Euro ausgesetzt.
Zuständig: Kripo Wiesbaden, Tel. 0611 / 345 32 01

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