Die Sendung vom 26. April 2017

"Aktenzeichen XY... ungelöst": Zwei kleine Kinder gehen eine Treppe hinunter, ein Mann in blauer Arbeitskleidung mit einem Schlüssel in der Hand verfolgt sie.

Gesellschaft | Aktenzeichen XY... ungelöst - Die Sendung vom 26. April 2017

Die Fälle vom 26. April 2017

Datum:
Sendungsinformationen:
Im TV und hier im Livestream: ZDF, 26.04.2017, 20:15 - 21:45
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2017
Altersbeschränkung:
Freigegeben ab 12 Jahren

Zwei Morde, ein Täter

Zwei Morde in Nordrhein-Westfalen, die Jahre zurückliegen, scheinen nun doch zusammen zu hängen. Der eine Mord geht auf Mai 1979 zurück. Hier hatte sich eine 17-Jährige allein zu Fuß auf den kilometerlangen Heimweg von einer Disco in Velbert nach Wülfrath gemacht. Vermutlich wollte sie zwischendurch per Anhalter weiterkommen. Etwa 2,6 Kilometer von ihrem Zuhause entfernt wird sie noch einmal in der Nacht gesehen. Drei Tage später, am 26. Mai 1979, wird ihre zerstückelte Leiche in einem Wäldchen bei Velbert gefunden.

Der zweite Mord geht auf August 1984 zurück. Damals will eine 20-jährige Studentin aus Bonn nach Italien reisen. Sie muss zuvor noch einmal zu ihren Eltern nach Wuppertal, um einen neuen Personalausweis zu beantragen. Sie fährt per Anhalter und wird zuletzt gesehen, als sie am Bonner Verteiler in ein Auto mit Wuppertaler Kennzeichen steigt. Einen Tag später, am 19.August 1984, wird ihre Leiche bei Bornheim gefunden.

In beiden Fällen handelt es sich um Sexualmorde. Dahinter steckt derselbe Mann, wie DNA-Untersuchungen Jahre später ergeben. Die Polizei hat ein klares Profil des Täters, der äußerst gewaltbereit sein muss. Es gibt außerdem das Phantombild eines Mannes, der mit der Tat in Verbindung stehen könnte.

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung der beiden Morde führen, ist eine Belohnung von 3000 Euro ausgesetzt.
Zuständig: Kripo Bonn, Telefon 0228 / 150; Kripo Düsseldorf, Telefon 0211 / 87 00

Sexueller Kindesmissbrauch - Täter auf freiem Fuß

Oberhausen. In zwei Fällen sucht die Polizei nach einem Mann, der Kinder in Oberhausen angesprochen, in einen Keller gelockt und misshandelt hat. Der Unbekannte trägt einen Blaumann. Die Polizei will mit allen Mitteln weitere Taten verhindern. Sie sucht mit einem Phantombild nach dem Mann.

In einem Fall hat der Mann am 20. Mai 2016 in einer Großwohnlage in Oberhausen zwei fünf und sieben Jahre alte Mädchen missbraucht. Die Kinder hatten vor dem Haus im Wohnpark Bebelstraße gespielt, als sie von einem Mann in blauer Arbeitskleidung angesprochen wurden. Er hatte einen Schlüssel und konnte die Haustür öffnen. Wie der Täter an den Hausschlüssel gelangt ist, konnte bisher nicht ermittelt werden. Die Kripo schließt aus, dass er zur Tatzeit dort gewohnt hat.

Spermaspuren bestätigen, dass der Täter bereits zwei Jahre zuvor, am 25. Juli 2014, eine ähnliche Tat verübt hat. Tatort war ebenfalls Oberhausen, ein Mehrfamilienhaus in der Straße Flockenfeld. Opfer war ein sechsjähriges Mädchen. Auch bei diesem Fall von Kindesmissbrauch trug der Unbekannte blaue Arbeitskleidung.

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von 2000 Euro ausgesetzt.
Zuständig: Kripo Oberhausen, Tel.: 0208 / 826 46 11

Überfall auf Bauernhof - Beherzter Landwirt bei Hamburg verjagt Räuber

Norderstedt bei Hamburg. Spätabends am 11. April 2016 wird ein Bauernhof am Stadtrand von zwei maskierten Männern heimgesucht. Hier wohnt ein Landwirt allein, seine Mutter in einem separaten Wohnhaus auf dem Hof. Gegen 22 Uhr brechen zwei Männer eine Stalltür auf und gelangen so ins Bauernhaus, wo sie im ersten Stock die Schlafzimmertür des Bauern eintreten. Sie schlagen und fesseln ihn. Unten im Wohnzimmer reißen sie alle Schubladen und Schranktüren auf. Offenbar suchen sie nach Geld und Wertsachen. Der Gefesselte kann sich aber befreien und mit einem schweren Kerzenständer bewaffnet lauthals die beiden Räuber aus dem Haus jagen. Die beiden Täter laufen durch den Ort und werden dabei von einem Passanten unmaskiert gesehen. Nach seinen Angaben erstellt die Polizei später Phantombilder.

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von 3000 Euro ausgesetzt.
Zuständig: Kripo Norderstedt, Telefon: 040 / 52 80 60

Vier Überfälle in 28 Stunden - Ziel der Begierde: Teure Uhren

Berlin, im Mai 2016. Vier Menschen werden innerhalb von nur 28 Stunden unweit voneinander überfallen und teilweise schwer misshandelt. Die Polizei vermutet einen Serientäter.

Das erste Opfer ist eine Frau mit ihrer zwölfjährigen Nichte. Sie werden am 24. Mai 2016 gegen 19.20 Uhr in einem Parkhaus in Charlottenburg überfallen. Der Täter fordert die Uhr der Frau, eine wertvolle „Rolex“, die ihrem Lebensgefährten gehört. Er packt die Frau sogar an den Haaren und schlägt ihr den Kopf auf den Asphalt. Mit der Beute flüchtet der Mann schließlich.

Anhand Videoaufnahmen aus den Überwachungskameras rund um das Parkhaus kann die Polizei einen Mann ausmachen, der vor dem Überfall auf der Straße vor dem Parkhaus aus einem Auto abgesetzt wird. Kurz nach der Tat rennt derselbe Mann die Rampe zur Straße hinauf. Das Opfer glaubt, den Mann auf den Bildern eindeutig wiederzuerkennen.

Gut fünfeinhalb Stunden später wird wenige Kilometer vom ersten Tatort entfernt eine weitere Frau überfallen. Auch sie trägt eine „Rolex“-Uhr. Ihre Beschreibung des Räubers ist fast identisch mit der aus dem ersten Überfall.

Am darauffolgenden Abend um 21.30 Uhr wird nicht weit entfernt ein junger Mann zum Opfer. Wie die beiden Frauen besitzt auch er eine „Rolex“. Als der Räuber erkennt, dass sein Opfer die Uhr an diesem Abend gar nicht trägt, flüchtet er.

Nur wenig später – es ist 23.55 Uhr - gibt es ein neues Opfer: ein Mittfünfziger, der unweit der letzten Tatorte parkt. Als er seine Wagentür öffnet, sprüht ihm jemand Tränengas ins Gesicht. Gleich darauf wird er mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Wieder will der Täter die Armbanduhr. Doch sein Opfer trägt grundsätzlich keine Armbanduhren. Schließlich raubt der Täter einige hundert Euro und flüchtet.

Die Polizei findet heraus, dass es zwischen den ersten drei Opfern Verbindungen gibt: Man kennt sich, wenn auch nicht immer direkt. Außerdem sind bzw. waren sie im Besitz von „Rolex“-Uhren. Das vierte Opfer scheint nicht dazu zu passen: Der Überfallene trägt grundsätzlich keine Armbanduhren und steht auch in keinerlei Beziehung zu den anderen Opfern. Die Ermittler halten deshalb eine Verwechslung für wahrscheinlich.

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt.
Zuständig: Kripo Berlin, Tel. 030 / 46 64 27 31 12

UPDATE: Unternehmersohn entführt - Erkenntnisse aus Stimmanalyse

17. Juni 2015. Fast zwei Jahre ist es her, als eine rätselhafte Entführung bundesweit für Aufregung gesorgt hat. Das Opfer, der Unternehmersohn Markus Würth, war aus einer Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung bei Fulda verschleppt worden.

Markus Würth ist der Sohn von Reinhold Würth, einem der erfolgreichsten Unternehmer Deutschlands. Durch einen Impfschaden ist Markus Würth seit frühester Kindheit geistig beeinträchtigt. Am 17. Juni 2015 wird der damals 50-Jährige aus einer Wohneinrichtung entführt.

Der Täter verlangt drei Millionen Euro Lösegeld. Doch dann bricht er die Entführung ab. Nach einem Hinweis des Erpressers wird Markus Würth gefunden - an einen Baum gefesselt, in einem Wald bei Würzburg.

Die wichtigste Spur ist bis heute die Stimme eines unbekannten Anrufers. Denn das Telefonat, in dem er den Aufenthaltsort des Entführten preisgibt, konnte aufgezeichnet werden. Schon 2015 ist die Tonaufnahme bei XY ausgestrahlt worden. Doch trotz vieler Hinweise konnte der Mann bis heute nicht ermittelt werden. Inzwischen hat die Kripo neue Erkenntnisse. Denn Stimme, sprachliche Eigenheiten, Akzent und Inhalt wurden in einem Sprachinstitut analysiert. Jetzt gibt es Erkenntnisse über Alter und Herkunft.

Der Täter ist vermutlich zwischen 40 und 52 Jahre alt und stammt aus dem ehemaligen Jugoslawien, wahrscheinlich aus der Region Sandžak im Grenzgebiet zwischen Serbien und Montenegro. Vermutlich kam er vor 2001 nach Deutschland und hat dann erst Deutsch gelernt. Auf der Tonbandaufnahme spricht er mit Dialekt aus dem Rhein-Main-Gebiet.

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung der Entführung führen, ist eine Belohnung von 30.000 Euro ausgesetzt.
Zuständig: Kripo Fulda, Telefon: 0800 / 181 20 77

Situation eskaliert - Seniorin überrascht Einbrecher

Am 21. Juni 2016 wird eine 64-Jährige in Kalkar-Appeldorn überfallen. Zunächst klingelt es. Da die Seniorin ihre Ruhe haben möchte, öffnet sie nicht. Als es Minuten später erneut klingelt, erkennt sie hinter der Türverglasung einen Mann und eine Frau. Sie will sich wieder zurückziehen, doch plötzlich steht im Wohnzimmer ein Fremder, in der Hand ein Brecheisen. Damit hat er die Terrassentür aufgebrochen.

Der Einbrecher und die 64-Jährige sind gleichermaßen erschrocken. Der Mann glaubte offensichtlich, niemand sei zu Hause. Er fordert Geld und Schmuck. Die überfallene Frau geht auf alles ein, was der unmaskierte Täter verlangt. Sie leidet Todesängste. Der Mann macht erhebliche Beute. Er hält sich längere Zeit im Haus auf und redet auf sein Opfer ein.

Zuletzt fordert er seinem Opfer das Versprechen ab, nicht die Polizei zu informieren und flüchtet. Die überfallene Frau sieht noch einen grünen Pkw wegfahren. Wo sich in der Zwischenzeit die Komplizin aufgehalten hat, ist unbekannt.

Zuständig: Kripo Kleve, Telefon:. 02821 / 50 40

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet