"All Geld"

Bankräuber mit seltsamer Ausdrucksweise

Eppelborn ist eine Gemeinde in der Nähe von Saarbrücken mit etwa 17.000 Einwohnern. Im Ortsteil Wiesbach gibt es seit jeher eine Bankfiliale, die in den Jahren 2009 und 2011 von einem Räuber heimgesucht wird. Der Täter spricht während der beiden Überfälle eine seltsame Sprache - will er etwa einen ausländischen Akzent vortäuschen?

Freitag, 13. März 2009, um kurz vor zwölf Uhr mittags in der kleinen Bankfiliale in Eppelborn-Wiesbach. Ein Kunde möchte am EC-Automaten Geld abheben. Plötzlich tritt ein maskierter Mann hinter ihn und bedroht ihn mit einer Pistole. Es kommt zum Gerangel - doch schließlich muss der Kunde klein beigeben. Der Unbekannte führt ihn in den Schalterraum und zwingt eine Angestellte, sämtliche Bargeldbestände auszuhändigen.

Verschleierungstaktik?

Während der Tat fällt vor allem eines auf: die außergewöhnliche Sprache des Mannes. Er spricht in kurzen, abgehakten Sätzen, vermeidet Verben und will vermutlich einen ausländischen Akzent vortäuschen. Nach nur 90 Sekunden ist die Tat vorbei. Der Räuber flüchtet mit mehreren 10.000 Euro Beute. Die gesamte Tat wurde von einigen Überwachungskameras gefilmt. Leider sind die Aufnahmen qualitativ so schlecht, dass sie von der Polizei kaum ausgewertet werden können.

Zweiter Überfall

Doch es gibt Hoffnung: Mehrere Zeugen wollen das Fluchtauto des Täters ganz in der Nähe der Bank gesehen haben. Es soll sich um einen alten Mazda 323 mit verblasstem, roten Lack handeln. Das Kennzeichen könnte "SB - J?? 8" gewesen sein. Die Polizei überprüft daraufhin etlichen Mazda-Fahrer - doch trotz aller Anstrengungen geraten die Ermittlungen schließlich ins Stocken. Kein Ansatzpunkt führt letztendlich zum Täter. Die Bankfiliale wird unterdessen - als Reaktion auf den Überfall - technisch aufgerüstet. Doch die neue Technik kann einen weiteren Überfall nicht verhindern. Am Mittwoch, 7. September 2011, kurz vor zwölf Uhr, betritt erneut ein maskierter Mann die Bank. Wieder ist es ein Kunde am EC-Automaten, den der Räuber als Geisel nimmt und sich so Zutritt zum Schalterraum verschafft. Auch bei diesem Überfall werden mehrere 10.000 Euro erbeutet, dann flüchtet der Unbekannte. Die Polizei glaubt, dass beide Überfälle von ein und demselben Mann begangen wurden.

Ein Zeuge sieht den Täter auf der Flucht: Er soll nur 200 Meter vom Tatort entfernt in einen silberfarbenen Kleinwagen von Peugeot mit deutschem Kennzeichen gestiegen sein.

Personenbeschreibung

Mögliche Fluchtfahrzeuge

Der Gesuchte soll 1,65 bis 1,80 Meter groß sein, etwa 40 Jahre alt, hat dunkle Augen, dunkle Haare und eventuell einen Drei-Tage-Bart.
Bei der ersten Tat habe der Täter eine dunkle Strickmütze, einen dunklen Schal, eine Jeans, dunkle Straßenschuhe und eine dunkle, knielange Windjacke mit Stehkragen getragen.
Die Kleidung bei der zweiten Tat: dunkler Stoffhut, dunkler Schal, Jeans, helle Schuhe, dunkle, knielange Windjacke.


Der Mann, der nach der zweiten Tat am Steuer des Fluchtwagens gesessen haben soll, sei etwa 35-40 Jahre alt und habe und dunklere, etwas längere Haare. Bei der ersten Tat im März 2009: älterer Mazda 323 mit auffallend verblasstem, roten Lack, weißen, etwa 5 Zentimeter breiten Zierstreifen an der Seite und dem Kennzeichen: SB-J?? 8.

Bei der zweiten Tat im September 2011: silberfarbener Kleinwagen der Marke Peugeot mit deutschem Kennzeichen.

Fragen nach Zeugen






- Wer kennt den Mann auf den Bildern der Überwachungskamera?
- Wer weiß etwas über die Fahrzeuge, die der Täter eventuell zur Flucht verwendet hat?
- Wer kann etwas zu dem gestohlenen Nummernschild "NK-KE 58" sagen, das vermutlich in der Zeit vom 12. März 2009 bis mindestens 7. September 2011 im Besitz des Gesuchten war?
- Wer hat eine Beobachtung gemacht, die mit den Taten in Verbindung stehen könnte?




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