Brutale Gewalt im Kindergarten

Putzfrau stört Einbrecher

Als eine Reinemachefrau abends noch einmal im Kindergarten vorbeischaut, um die Mülltonnen für den nächsten Tag auf die Straße zu stellen, kommt sie offenbar einem Einbrecher ins Gehege. Der Unbekannte greift die Frau sofort an und prügelt mit einem Kindergartenstuhl auf sie ein. Der Stuhl geht zu Bruch. Es grenzt an ein Wunder, dass die Frau den Angriff überlebt.

Wie von Sinnen zugeschlagen

7. März 2011, Rosenmontag. Braubach am Rhein ist wie ausgestorben. Die meisten Bewohner des Städtchens sind ins nahe Koblenz gefahren, um dort den Höhepunkt des rheinischen Karnevals zu feiern. Eine 54-jährige Frau, die im evangelischen Kindergarten die Raumpflegerin vertritt, nutzt den Nachmittag, um den Kindergarten auf Hochglanz zu bringen. Eine junge Nachbarin hilft ihr dabei. Als die beiden Frauen die Mülltonne im Hinterhof für die Leerung am nächsten Tag auf die Straße stellen wollen, stellen sie fest, dass der Hofschlüssel fehlt. Vermutlich hat ihn die Kollegin in den Urlaub mitgenommen. Vergeblich versucht die Vertreterin, die Putzfrau in den nächsten Stunden zu erreichen. Gegen 21 Uhr geht sie noch einmal zum Kindergarten, um die Mülltonnen endlich hinauszustellen. Dabei fällt ihr auf, dass im Büro im oberen Stockwerk Licht brennt. Sie vermutet den Kindergartenleiter dort. Doch als sie oben nach dem Rechten schaut, wird sie plötzlich von hinten niedergeschlagen.

Alarmanlage verhinderte Diebstahl

Der Angreifer schlägt mehrfach mit einem Kindergartenstuhl auf die am Boden liegende Frau ein. Ein Gerichtsmediziner stellt später fest, dass der Mann mehr als 30 mal zugeschlagen haben muss. Die Frau erleidet mehrere Brüche, massive Kopfverletzungen und Hämatome am ganzen Körper. Der Mann flieht letztendlich mit etwa 150 Euro und einer Adressenliste, die er im Büro gefunden hat. Sein Opfer lässt er schwer verletzt zurück. Mit letzter Kraft schleppt sich die Frau aus dem Kindergarten. Nachbarn holen Hilfe. Die Kripo, die nun wegen versuchten Mordes ermittelt, vermutet, dass die Frau einem Einbrecher in die Quere gekommen ist. Vermutlich hat der Mann zuvor bereits einen Einbruch in einen Kindergarten des Nachbarorts Lahnstein begangen. Dort ist der Täter allerdings durch eine Alarmanlage in die Flucht geschlagen worden, bevor er Beute machen konnte.

Frage nach Zeugen


Täterbeschreibung:

Nach den Angaben des Opfers wurde ein Phantombild angefertigt. Der Täter soll 20 bis 30 Jahr alt und schlank sein. Soweit die Frau erkennen konnte, hatte er dunkles Haar. Nach der Tat müsste die Kleidung des Mannes stark blutverschmiert gewesen sein.


- Wer hat am 7. März 2011 (Rosenmontag) zwischen 21.30 Uhr und 22 Uhr in Braubach einen Mann gesehen, auf den die Beschreibung zutrifft?
- Wem wurde nach dem 7. März 2011 eine Adressenliste aus dem Braubacher Kindergarten zum Kauf angeboten?



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