Brutale Raubserie auf Senioren

Frau erstickt nach Überfall

Die beiden Täter steigen durch offene Fenster ein oder klingeln an der Haustür. Dann überwältigen sie ihre Opfer und rauben Geld. In einem Fall verschaffen sie sich mit einem gerissenen Trick Zutritt zur Wohnung eines Ehepaars. Die 82-jährige, schwer gehbehinderte Hedwig Krause erleidet bei der Tat einen Asthma-Anfall und stirbt.

Anruf-Trick

Die Raubserie beginnt am 12. September 2010 in Kiel-Schilkse. Es folgen drei weitere Überfälle am 22. September und 6. Oktober 2010 sowie am 23. Februar 2011. Die Tatorte liegen eng beisammen. Der letzte Raub am 23. Februar geschieht in einem größeren Wohnblock in der Straße Langenfelde 119. Das Ehepaar Krause lebt hier seit über zehn Jahren. An diesem Abend läuft im Fernsehen das Champions-League Fußballspiel Inter Mailand gegen Bayern München. Während des Spiels klingelt das Telefon. Hedwig Krause nimmt das Gespräch an. Anschließend teilt sie ihrem Mann mit, ein Polizist habe angerufen. In ihrer Garage sei eingebrochen worden, man möge nachsehen, ob etwas fehle. Gerhard Krause verlässt seine Wohnung und kontrolliert seine Garage. Alles scheint in Ordnung. Doch als er ins Haus zurückkehrt, wird er am Lift von zwei maskierten und bewaffneten Männern bedroht und gefesselt. Mit seinen Schlüsseln gelangen sie in die Wohnung.

Täterbeschreibung

Hedwig Krause, die ihren Mann erwartet, erleidet vor Aufregung einen Asthma-Anfall. Während die Täter nach Geld suchen, ringt sie nach Luft. Ihr Mann ist gefesselt und kann ihr nicht helfen. Hedwig Krause wird erlaubt, eine bereitliegende Sauerstoffmaske anzulegen. Doch der Anfall ist so heftig, dass die alte Dame das Bewusstsein verliert. Die Täter flüchten mit Beute von geringem Wert. Vor dem Wohnhaus wird einer der beiden von einem Zeugen unmaskiert gesehen. Wenige Minuten später sind Polizei und Rettungsdienst vor Ort. Doch Hedwig Krause ist bereits in den Armen ihres Mannes gestorben. Erster Täter (Phantombild): 20 bis 25 Jahre alt, circa 1,75 Meter groß, stämmige athletische Figur, leicht gewellte dunkelblonde oder braune Haare, leichtes Doppelkinn. Er war mit einer Motorradunterziehhaube maskiert und benutzte eine dunkle Pistole. Der Mann sprach Hochdeutsch, eventuell mit russischer Einfärbung, die aber auch vorgetäuscht sein könnte.
Zweiter Täter: ähnlich wie erster Täter, aber schlanker.G
eraubte Gegenstände:

Die Polizei sucht eine von den Tätern mitgenommene grüne Geldkassette, circa 20 mal 30 Zentimeter groß mit klappbarem Metallbügel und eine Papierschere mit rotem Griff.

Frage nach Zeugen

Wer hat am 23. Februar 2011 in Kiel-Schilksee vor dem Wohnblock Langenfelde 119/Ecke Funkstellenweg oder im dortigen Garagenbereich in der Nähe eines Einkaufsmarkts möglicherweise tatrelevante Beobachtungen gemacht?

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