Geboren und erstickt

Babyleiche zwischen alten Kleidern

Schwarzenberg im Erzgebirge - der 19. Januar 2011. Ein Tag, den ein Angestellter einer Textilrecycling- Firma so schnell nicht vergessen wird. Denn als er an diesem Morgen den Altkleider-Container im Stadtteil Sonnenleithe leert, fällt ihm eine Tüte mit ungewöhnlichem Inhalt in die Hände. Er öffnet sie und macht eine entsetzliche Entdeckung: Im Inneren befindet sich ein kleiner Säugling. Er ist tot.

Am 19. Januar findet ein Textilrecycling-Angestellter die Leiche eines Babys in einem Altkleider-Container. Die Polizei ermittelt, dass das tote Baby zwischen dem 4. und 13. Januar 2011, in den Container geworfen worden ist - eingewickelt in einer roten Penny-Tüte, anschließend in eine Plastiktüte mit Weihnachtsmotiven gesteckt. Bei der gerichtsmedizinischen Untersuchung stellt sich heraus, dass der kleine Junge kurz nach seiner Geburt erstickt wurde. Die Suche nach der Mutter des toten Babys beginnt - erst im umliegenden Stadtteil Sonnenleithe, dann in ganz Schwarzenberg. Mehr als 1000 Frauen werden für einen DNA-Test gespeichelt.

Die fremde Frau


Die Bewohner von Schwarzenberg nehmen Anteil an dem schrecklichen Schicksal des kleinen Jungen und es melden sich wiederholt Zeugen, die etwas gesehen haben wollen. So auch ein älteres Paar, das beim Einkaufen eine junge Frau beobachtet haben will, die etwas in den Container warf.

Tote brauchen Namen

Ein anonymer Hinweis geht ein. Eine junge Frau soll angeblich schwanger gewesen sein und anschließend kein Baby gehabt haben. Kurz darauf vernehmen die Ermittler die Verdächtige und es stellt sich heraus, dass die Frau tatsächlich ein Kind zur Welt gebracht und kurz darauf getötet hat. Doch die Ermittlungen ergeben auch, dass es sich bei dieser Frau nicht um die Mutter des toten Säuglings im Altkleider-Container handelt. Die Behörden geben dem toten Baby schließlich den Namen "Max Winter", denn ohne einen Namen darf er nicht beerdigt werden. Seine Mutter bleibt bis heute verschwunden. Ob sie ihn selbst getötet hat, und wenn ja, warum - kann sie nur selbst beantworten.

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