Gekidnappt

Mann in Auto gezerrt und ausgeraubt

Der Fall ist bisher einzigartig in der Kriminalgeschichte Dortmunds. Ein 33-jähriger, gehbehinderter Familienvater wird auf offener Straße entführt. In einem alten Kleinwagen wird er mit einem Messer bedroht und mit einem Schal fast bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt. Erst nach 30 bis 40 Minuten und etwa zehn Kilometer Fahrt, endet die Entführung.

Samstag, 16. April 2011. Gegen 16 Uhr macht sich ein 33-jähriger Mann auf den Heimweg. Er kann aufgrund eines Hüftleidens nur mit Hilfe zweier Krücken gehen. In der Nähe der Dortmunder Möllerbrücke macht er eine kurze Raucherpause. Plötzlich hält ein Kleinwagen neben ihm. Der Fahrer steigt aus und fragt den Familienvater nach dem Weg. Gleichzeitig verlässt auch der Beifahrer den Pkw und nähert sich ihm von hinten.

Blitzschnell

Dann - so gibt das Opfer später zu Protokoll - geht alles ganz schnell. Der Beifahrer soll von hinten einen Schal um den Hals des 33-Jährigen geschlungen, ihn auf die Rückbank des Pkw gezerrt und fast bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt haben.


Die Männer sollen es auf Bargeld abgesehen haben - doch das Opfer hat nur 15 Euro im Portemonnaie. Deshalb, so das Opfer, parkt der Fahrer schließlich in einer kleinen Seitenstraße. Zusammen gehen sie zu einem Geldautomaten, an dem der Familienvater 200 Euro abhebt.

Abruptes Ende der Entführung

Damit ist das Martyrium des Opfers aber noch nicht zu Ende. Wieder wird der 33-Jährige gezwungen, ins Auto zu steigen. Laut Ermittlungen ist es schließlich am Ortsrand von Dortmund im Auto zu einem Handgemenge gekommen. In Todesangst habe sich der Familienvater gewehrt. Die Männer lassen den Familienvater schließlich gehen. Danach flüchten sie mit dem Pkw und 215 Euro Beute.


Personenbeschreibung:

Der Fahrer des Wagens soll etwa 40 Jahre alt gewesen sein, etwa 1,85 Meter groß, hatte eine stabile Figur, ein rundes Gesicht, kurze, schwarze, gegelte Haare und einen auffallend dunkler Teint, Er spricht nur gebrochen Deutsch. Er trug eine braune Jacke, schwarze, vorne sehr spitz zulaufende Schuhe und eine auffällige Sonnenbrille der Marke "Ray Ban", vermutlich das Modell 3361.


Der Beifahrer soll etwa 50 Jahre alt gewesen sein, etwa 1,85 Meter groß, hatte eine schlanke Figur, kurze, schwarze Haare, einen auffallend dunkler Teint, und Aknenarben im Gesicht,.Er spricht ebenfalls nur gebrochen Deutsch. Er trug eine Sonnenbrille und eine dunkelblaue College-Jacke mit einem runden, hellen Aufnäher auf einer Brustseite.

Tatfahrzeug

Das Tatfahrzeug war ein viertüriger, weißer Kleinwagen, vielleicht ein Fiat Punto, in einem sehr schlechten Allgemeinzustand: viele Lackschäden, Raucherauto, massiver Steinschlag in der Windschutzscheibe auf der Beifahrerseite. Im oberen Eck der Windschutzscheibe klebte ein orange-rotes Plastikmäppchen, in das etwas eingeschoben werden kann. Auffällig: vorne quadratisches, selbst gemaltes Kennzeichen mit Zahlen und Buchstaben in Zweier- oder Dreier-Reihen.


Wichtige Tat-Örtlichkeiten in Dortmund:



- Ausgangspunkt der Entführung soll die "Kleine Beurhausstraße" / "Ecke Möllerstraße" (nähe "Möllerbrücke") gewesen sein.
- Die Täter sollen dann das Auto in der Holsteiner Straße geparkt haben.
- Das Opfer hat am Bankautomat in der Mallinckrodtstraße 26 Geld abgehoben.
- Die Entführung endete in der Straße "Auf dem Brink" / "Kümperheide".



Fragen nach Zeugen:





- Wer kennt Personen, die aussehen wie die Männer auf den Phantombildern?
- Wer hat Beobachtungen gemacht, die mit der Tat in Verbindung stehen könnten?




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