Heimtückische Tat

Öl auf Fahrbahn tötet Familienvater

Palmsonntag - eine Woche vor Ostern. Ein 37 Jahre alter Motorradfan will das schöne Wetter nutzen. Der aus Rettenbach im Allgäu stammende Familienvater startet eine Spritztour mit seiner Honda CBR. Nach einer Stunde ist er bereits wieder auf dem Weg nach Hause. Doch dort kommt er nicht an. Denn er rutscht auf einer, wie sich später herausstellt, offenkundig absichtlich gelegten Ölspur aus und schleudert ungebremst in ein Auto.

Öl wurde absichtlich verschüttet

Der Mann beginnt seine Spritztour am frühen Abend des 17. April 2011. Auf seiner Fahrt durch das Unterallgäu gerät er zwischen Ottobeuren und Markt Rettenbach plötzlich auf eine Ölspur. Der Mann verliert die Kontrolle über seine Maschine und rutscht ungebremst in ein entgegenkommendes Auto. Der Motorradfahrer ist so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle stirbt. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder, elf und fünf Jahre alt. Bei der Unfallaufnahme macht die Polizei eine schockierende Entdeckung: Das Öl auf der Fahrbahn ist offenkundig absichtlich verschüttet worden. Denn neben der Öllache findet die Polizei Scherben einer Weinflasche. Die kriminaltechnische Untersuchung bestätigt den Verdacht: Das Öl war in der Flasche. Ein Missgeschick schließt die Polizei aus, denn noch mehr Ölflecken und Scherben von Flaschen werden an neun weiteren Stellen gefunden.

Wo liegt das Motiv?

Wie die Ermittler herausfinden, handelt es sich bei dem verteilten Öl um gebrauchtes Motorenöl von normalen Benzinfahrzeugen. Auch die Wein- und Sektflaschen geben kaum Hinweise auf den Täter. Denn sie sind ein Massenprodukt aus einer Kellerei in Baden-Württemberg und werden bundesweit über Supermarktketten vertrieben. Auf wen hatte es der Täter abgesehen? Die Polizei ist sicher: Das Opfer war nicht gezielt ausgewählt worden. Doch möglicherweise hatte der Täter einen generellen Hass auf Motorradfahrer? Und so steht zu befürchten, dass der Täter wieder zuschlagen könnte.


Frage nach Zeugen:Deshalb sucht die Polizei nach Zeugen, die am 17. April 2011, eine Woche vor Ostern im Allgäu unterwegs waren und möglicherweise tatrelevante Beobachtungen gemacht haben.

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