Hund verbellt die Räuber

Beim Gassigehen Überfall beobachtet

Freitag, der 13. - ein Tag, den zwei Frauen im Frankfurter Stadtteil Fechenheim so schnell nicht vergessen. Denn beim Gassigehen mit ihrem Hund geraten sie in einen Krimi, wie sie ihn nur aus dem Fernsehen kennen: Sie werden Zeugen, wie zwei Männer einen Supermarkt überfallen und um Haaresbreite der Polizei entkommen.

Freitag, 13. August 2010. Gegen 20 Uhr wollen zwei Frauen in Frankfurt am Main mit dem Hund zum nahen Fechenheimer Wald Gassi gehen. Als Abkürzung nehmen sie den Weg über den Parkplatz eines Supermarkts. Plötzlich bellt ihr Hund zwei Männer an, die in Richtung Ladentür gehen und sich Sturmhauben überziehen. Die beiden Frauen ahnen nichts Gutes und rufen per Handy die Polizei an. Aus sicherer Entfernung berichten sie dem Beamten am Notruftelefon, was sich am Supermarkt abspielt.

Pick-up als Fluchtfahrzeug

Personenbeschreibungen:

Inzwischen stürmen die beiden maskierten Männer in den Laden und bedrohen nach Erkenntnissen der Kripo die beiden Angestellten mit langen Fleischermessern. Aus dem Tresor im Marktleiter-Büro rauben die Unbekannten rund 6.000 Euro. Der Überfall dauert nur wenige Minuten. Dann rennen die Männer durch den Lieferanten-Eingang ins Freie. Auf dem Parkplatz wartet bereits ein weißer Pickup mit einem nervös wirkenden, etwa 50-jährigen Mann am Steuer. Als die beiden Männer aus dem Supermarkt kommen, gibt er Gas und lässt sie auf dem Weg zur Ausfahrt einsteigen. Dann rast der Wagen davon. Nur wenige Augenblicke später trifft der erste Streifenwagen ein. Doch trotz der sofort eingeleiteten Nahbereichsfahndung können die Männer entkommen.


Die Frauen geben später eine so detaillierte Beschreibung ab, dass von allen drei Tatverdächtigen Phantombilder angefertigt werden können.Bei den drei Männern handelt es sich nach den Zeugenaussagen vermutlich um Südländer. Die beiden Jüngeren sollen 20 bis 30 Jahre alt, 1,70 bis 1,80 Meter groß und schlank sein. Die Supermarkt-Angestellten wollen gesehen haben, dass sie dunkle Augen hatten und kurzgeschnittenes schwarzes Haar. Während des Überfalls sollen sie akzentfrei Deutsch gesprochen haben. Ihre Kleidung beschreiben die Zeugen so: teils verwaschene Blue-Jeans und graue Kapuzenpullover mit schwarzer Aufschrift hinten - eventuell asiatische Schriftzeichen.


Der Fahrer des Pickups soll wesentlich älter gewesen sein, um die 50. Auch er soll dunkle Augen haben und darüber hinaus graue Haare, die etwas unter seiner Schiebermütze herausragten. Sein Gesicht war - so die Zeuginnen weiter - unrasiert.

Beschreibung des Fluchtwagens:

Bei dem Tatfahrzeug handelte es sich nach den Zeugenbeobachtungen um einen älteren weißen Pickup, etwa in der Größe eines VW-Caddy. Die Ladefläche war mit einer blauen Plane abgedeckt. Aufgefallen ist den Zeuginnen ein blauer Aufdruck auf den Seitentüren - eventuell eine Firmenaufschrift. Diese sowie das Kennzeichen des Wagens konnten die beiden Frauen von ihrem Standort aus jedoch nicht ablesen.

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